Welche sind gut? Escape-Room-Adventskalender 2023: Rätsel für den Dezember im Test

Wer gerne kniffelige Rätsel löst oder Escape Room-Spiele mag, kann auch bei Adventskalendern auf seine Kosten kommen. Hier gibt es unzählige, die Ratespaß in der Adventszeit versprechen. Doch bei welchen Kalendern ist man richtig gefordert? Und sind die Geschichten wirklich so spannend, wie sie es versprechen?

Escape Room Adventskalender: Rätseln zur Weihnachtszeit
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Escape Room Adventskalender: Rätseln zur Weihnachtszeit

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Foto: Trierischer Volksfreund/Johanna Heckeley

Leicht machen es einem Escape Room-Adventskalender nicht: Denn hier sind meist keine Zahlen auf die Türchen gedruckt, sondern man muss jeden Tag ein Rätsel lösen, um in der Geschichte voranzukommen. Doch sind die Aufgaben echt knifflig oder sehr leicht zu lösen? Ist die Geschichte stimmungsvoll, macht das Rätseln Spaß? Wir haben uns drei Adventskalender für große und kleine Ratefans angesehen.

„Escape Room Patient 13“: Adventskalender von Eva Eich

“Patient 13“ von Eva Eich nimmt uns mit in eine psychiatrische Klinik: Dort kommt Polizist Dorian Roth plötzlich in einem Krankenbett zu sich. Er kann sich nicht daran erinnern, was er hier macht oder wie er hierher gelangt ist. Ärzte und Pfleger sowie ein weiterer Patient auf seinem Zimmer sind zunächst keine Hilfe, im Gegenteil. Doch er entdeckt nach und nach weitere Hinweise in Form kleiner Rätsel, meist gut versteckt auf Zetteln, die ihn immer tiefer in die Klinik führen. Dabei lernt er nicht nur eine charmante, aber stumme Patientin und einen hilfsbereiten Weihnachtsmann-Vertreter kennen, sondern wird auch mit den Abgründen seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Und dann hat er einen schrecklichen Verdacht...

Die 24 Rätsel, die den Hinweis auf die nächste Doppelseite und damit die Fortsetzung der Geschichte geben, sind, je nach Erfahrungsgrad, mal kniffelig oder mal leicht zu lösen. Manchmal muss man in diesem Escape-Adventskalender Symbole zuordnen, manchmal rechnen und oft um die Ecke denken. Autorin Eva Eich vermag es, mit ihrer stimmungsvoll geschriebenen Geschichte Spannung aufzubauen. Dazu runden die atmosphärisch passend gestalteten Seiten und die angenehme matte Haptik dem hochwertigen Eindruck des Adventskalenders ab.

Eva Eich: „Escape Room Patient 13“. Ars Edition, 14 Euro. Für Anfänger wie erfahrene Rästelfreunde, die Spaß an Krimis und etwas Klinik-Grusel haben, bestens geeignet.

24 Days Escape – Sherlock Holmes und das schottische Seeungeheuer

Dieser Escape-Game-Adventskalender nimmt uns mit auf ein Abenteuer mit dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinem Assistenten Dr. Watson. In Schottland jagen sie ein Monster, das sich in den örtlichen Gewässern herumtreiben soll und die örtlichen Einwohner in Angst versetzt.

Die Autorin Annekatrin Baumann bietet den Lesern wirklich knifflige Rätsel, die manchmal auf guter Beobachtung der Abbildungen beruhen, oft aber auch darauf abzielen, dass die Leser selbst daran knobeln, mit welcher Logik man sich dem Problem nähern sollte.

Leider kam es im Test gleich in den ersten Tagen zu Problemen. Der Adventskalender erklärt seine eigene Funktionsweise nicht so glasklar, wie es nötig wäre. Das Rätsel jedes Tages wird geöffnet, indem der Leser die richtigen Seiten auftrennt. Welche Seiten an der Reihe sind, bestimmen die zugehörigen Symbole, mit denen der Leser durch das Buch navigiert. Welches Symbol geöffnet werden darf, erfährt der Leser durch das Entschlüsseln der vorherigen Rätsel. Leider wird nicht von vorn herein deutlich, dass dasselbe Symbol auf mehreren Seiten auftauchen kann. Es gibt nur den sehr kurzen Hinweis, dass der Leser manchmal mehrere verschlossene Seiten wählen kann. Bei unserem Tester blieb trotzdem der Eindruck zurück, hier würde etwas mit dem Kalender nicht stimmen. Und das auch noch zu einer Zeit, zu der die Geschichte noch überhaupt keine Fahrt aufgenommen hat und man sich fragt, warum denn Sherlock Holmes nach mehreren Tagen noch nicht richtig zu seinem neuesten Fall ermittelt. Der Gesamteindruck bleibt trotz der sehr schön gestalteten Rätsel durchwachsen.

Annekatrin Baumann, Bianca Meier, Daniel Leyva, Ellena Korth: „24 Days Escape – Sherlock Holmes und das schottische Seeungeheuer. Topp, 15,99 Euro. Zu empfehlen für erfahrenere Escape-Gamer, die gerne ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen.

Escape-Adventskalender mit der Maus

Zuletzt lohnt sich noch ein Blick auf diesen Ratespaß für Kinder. Der „Escape-Adventskalender mit der Maus“ wird empfohlen für Kinder ab sieben Jahren. Daher gibt es keine extrem komplizierten Logik-Rätsel oder schwierige Aufgaben, bei denen man nach versteckten Hinweisen forschen muss. Trotzdem ist hier bereits alles erkennbar, was den Reiz von Escape-Games ausmacht.

Escape Adventskalender mit der Maus – ein Blick auf den Inhalt​
6 Bilder

Escape Adventskalender mit der Maus – ein Blick auf den Inhalt

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Foto: TV/Robert Märländer

Zunächst die Geschichte für den Advent: An 24 Tagen reisen die Kinder mit der Maus ins Mittelalter, um den Schatz auf einer Burg zu finden. Die jungen Rätselfreunde sind also nie alleine in der Geschichte unterwegs. Jeden Tag öffnen die Kinder einen der 24 Umschläge, in denen sich das aktuelle Rätsel befindet. Manchmal geht es um leichtes Rechnen, manchmal ums genaue Beobachten und manchmal ums logische Denken. Schön ist, dass sich die Aufgaben in ihrer Art sehr bunt abwechseln. Jeden Tag gibt es den Hinweis auf den richtigen Briefumschlag durch das aktuelle Kalendertürchen. Dort ist in einem kleinen Buchstabensalat der Hinweis versteckt.

Die Kinder können selbst kontrollieren, ob ihre Lösungen für die Rätsel richtig waren. Dabei hilft ein großes Poster von der Maus. In diesem Escape-Kalender gibt es Knobelspaß und eine hübsche Geschichte, abgestimmt auf die Zielgruppe im Grundschulalter.

„Escape-Adventskalender mit der Maus“. Franzis, 34,99 Euro. Ein schön gestalteter Einstieg in die Faszination der Escape-Adventskalender, ohne dass es für Kinder zu kompliziert wird.

(jhe)
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