Mehr Streusalz, mehr Überstunden

Die Streueinsätze der Straßenmeistereien in den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich haben in diesem Winter im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Vor allem der harte Winter in Hochwald und Hunsrück mit nun schon seit Wochen andauernden Minustemperaturen hat die Salz-Bestände in den Lagern schrumpfen lassen. 10 000 Tonnen Salz wurden bereits nachgeordert.

Thalfang/Hermeskeil. Der Winter ist bekanntlich Anfang Februar noch nicht vorbei; die Aussichten auf weniger Arbeit für den Streu- und Räumdienst sind also mehr als ungewiss. Dabei waren die Männer in Orange in diesem Winter schon so oft gefordert wie lange nicht mehr: "Die Straßenmeistereien haben bis Ende Dezember rund 10 000 Tonnen Salz und 3000 Tonnen Sole auf die Straßen gebracht", informiert der Fachgruppenleiter des Landesbetriebes Mobilität Trier (LBM), Klaus Wagner, über die aktuellsten Zahlen.

Eine Tonne Salz kostet zwischen 50 und 60 Euro



Wenn die Fahrzeuge ihre Runden drehen, um den Weg freizuschaufeln und der Glätte den Garaus zu machen, wird das Streusalz mit einer Salzsole angefeuchtet. Damit werde sowohl die Streumenge als auch die Wirkung positiv beeinflusst. 10 000 Tonnen Salz mussten bereits nachgeordert werden, damit es bei einem weiteren Kälteeinbruch nicht zu Engpässen kommt.

Wie sieht der Stand der Dinge im Hochwald und im Hunsrück, dem Schwerpunkt des winterlichen Geschehens aus? Bei der Straßenmeisterei Hermeskeil lag der Verbrauch im Vorjahr bei gerade mal 895 Tonnen Salz und 260 000 Litern Sole.

In diesem Winter wurden hingegen bis Ende Januar schon 2700 Tonnen Salz und 820 000 Liter Salzsole verbraucht. Im Bereich der Straßenmeisterei Thalfang waren es im Winter 2007/08 noch 1060 Tonnen Salz und 270 000 Liter Sole. "Diesmal liegen wir hier schon bei 2400 Tonnen Salz und 630 000 Liter Sole", so der Leiter der beiden Einrichtungen, Arnold Eiden. Eine Tonne Salz kostet zwischen 50 und 60 Euro. Der Preis kann bei erhöhter Nachfrage bis auf 75 Euro steigen. Die Tonne Salzsole liegt im Preis bei 70 bis 90 Euro.

Der Mehraufwand drückt sich auch in den 3000 Überstunden im LBM-Zuständigkeitsbereich aus. "Im Winterdienst sind rund 150 eigene Mitarbeiter und 30 Mitarbeiter von Fremdunternehmen eingesetzt. Damit sind wir in der Lage, 30 eigene Streufahrzeuge und 30 Fremdfahrzeuge notfalls rund um die Uhr einzusetzen", erklärt Klaus Wagner.

Wie viel Mehrkosten dieser Winter verursacht, könne man noch nicht abschließend sagen, da ja auch die entstandenen Straßenschäden erst im Frühling ermittelt werden können.

Ein kleiner Trost kommt aber von Wagner: "Allgemein kann man davon ausgehen, dass aufgrund der zunehmend frostsicher ausgebauten Straßen der Umfang von Frostschäden stetig zurückgehen wird."

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