Garten: Ätherisches Öl zum Durchatmen

Garten : Ätherisches Öl zum Durchatmen

Das war eine echte Neuentdeckung: Im Handel habe ich ein Raumspray aus Zirbelkiefer gefunden. Man nennt das natürlich viel trendiger „Airspray“. Die Anwendung bleibt aber die gleiche: Man versprüht es zur Kräftigung der Lungen und Abwehr von Krankheitskeimen in der Luft von Wohn- und Arbeitsräumen.

Bisher kannte ich das ätherische Öl von Kiefern zum Inhalieren bei Erkrankungen der Atemwege. Ein bis drei  Tropfen auf einen Liter Wasser reichen aus. In kleinen Mengen wirken ätherische Öle bei akuten Infekten wohltuend. Sie unterstützen die Tätigkeit der Flimmerhärchen und erleichtern das Abhusten. Bei Bronchialbeschwerden bringen Einreibungen der Brust eine Erleichterung. Meine letzte Erkältung habe ich mit drei  Tropfen Latschenkiefernöl auf fünf  MilliliterJojoba-Öl kuriert.

In einem Interview zu ätherischen Ölen habe ich den Heilpflanzendozenten und erfolgreichen Kräuterbuchautor Rudi Beiser einmal gefragt, ob es hilfreich sei, wenn ich den Nadelduft von Kiefern beim Gartenrundgang inhaliere. Er meinte, auf jeden Fall. Zum Beweis führte er die japanische Gesundheitsvorsorge des „Shinrin-Yoku“ an. Das „Waldbaden“ ist derzeit ja in aller Munde. Jedenfalls gibt es wissenschaftliche Studien dazu, die belegen, dass 20 Minuten Waldspaziergang im Nadelwald den Blutdruck senken, die Pulsfrequenz und die Stresshormone. Dabei würden natürlich auch die Duftmoleküle wirken, die von den Bäumen ausgestoßen werden.

Die frischen Triebspitzen von Kiefern kann man übrigens für eine Hustenteemischung aus je einem Teelöffel Kiefernsprossen, Königskerzenblüten und einem ­halben Teelöffel Thymian pro Teetasse verwenden. Sie enthalten ebenfalls die wertvollen Heil- und Wirkstoffe des ätherischen Öls. Bis sie wieder sprießen, dauert es allerdings noch ein bisschen. So lange kann ich ja jetzt den entzündungshemmenden Raumduft versprühen.

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