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Auslese
Eine Flasche Roten, eine Flasche Weißen?

A bottle of red, a bottle of white - it all depends upon your appetite: „Eine Flasche Roten, eine Flasche Weißen - es kommt auf Deinen Appetit an,“ sang einer der größten Songwriter, Billy Joel, auf seinem 1977 veröffentlichten Album „The Stranger“. Von Hans-Peter Linz
Hans-Peter Linz

Und er hat völlig Recht - warum sollte man allzulange über die Vorzüge von Rot- oder Weißwein philosophieren, wenn es doch auf den Geschmack ankommt. Umso besser, dass an Ruwer, Saar und Mosel sowohl großartige Weiß- und  Rotweine wachsen. Das Deutsche Wein­institut meldet für dieses Jahr sogar einen Rekord-Jahrgang, denn der trockene Sommer habe der Rebenentwicklung nicht, wie befürchtet, geschadet. Der Ertrag liegt fast ein Viertel über dem Durchschnitt und es sei mit „ausgesprochen fruchtigen Weißweinen“ und „farbkräftigen Rotweinen“ zu rechnen. Und so können sich die Menschen in der Region unter anderem nicht nur auf rassige, charakterstarke Rieslingweine freuen, sondern auch auf körperreiche Spätburgunder oder Dornfelder-Weine. Insofern dürfte beim diesjährigen Jahrgang keiner zu kurz kommen. Und wer sich nicht entscheiden kann, für den hatte Billy Joel schon damals einen guten Tipp: „A bottle of white, a bottle of red, perhaps a bottle of rose instead.“: „Eine Flasche Weißen, eine Flasche Roten, vielleicht stattdessen einen Rosé“ - und den gibt es mittlerweile auch an der Mosel.

hp.linz@volksfreund.de