1. Meinung

Auslese: Federweißer? Aber ohne Zwiebelkuchen!

Auslese : Federweißer? Aber ohne Zwiebelkuchen!

Ja ist denn schon wieder Zeit für Federweißen? Ja, ist es. Auch wenn es vielleicht über die Jahre ein wenig langweilig sein könnte – dem frisch vergorenen Jungwein widme ich auch in diesem Jahr eine Kolumne.

Aber dieses Mal nicht mit Zwiebelkuchen. Das ist zwar Tradition, aber man kann doch mit Federweißer auch mal etwas anderes machen. Zum Beispiel kochen. Wer ein wenig sucht, findet unter den einschlägigen Internet-Adressen zum Beispiel ein Rezept für Federweißer-Parfait. Dazu braucht man Zucker, Eier, Gelatine, Sahne und natürlich Federweißer. Das Ganze mit einer Fruchtsoße serviert, könnte gewiss ein Genuss werden.

Weitere Varianten sind ein Federweißer-Sorbet, das natürlich ebenfalls mit geschmacksverstärkendem Eiweiß, Zucker und Sahne zubereitet wird, wie mir kürzlich ein bekannter Koch aus Zeltingen-Rachtig verriet. Er wies mich auch auf eine weitere Delikatesse hin: Federweißer-Nackenbraten, der ähnlich wie Tresterfleisch zubereitet wird. Es gibt also einige Varianten, Federweißen zum Kochen  – statt zum Trinken – einzusetzen. Zu den fertig gekochten Gerichten sollte man sich dann vielleicht einen bereits ausgegorenen Wein, am besten Riesling, gönnen, je nach Gericht von trocken bis lieblich. Zum Wohl!

hp.linz@volksfreund.de