Hubschrauber gegen die Kälte

Hubschrauber gegen die Kälte

Da haben wohl einige Leute mit guten Beziehungen zu den Wettermachern vergangenes Wochenende nur den ersten Satz der Weinkolumne gelesen und dann spontan meinen Wunsch an den Zuständigen weitergegeben. Und der hat prompt reagiert. Mit Eiseskälte, die zum Teil noch schlimmer ausfiel, als es die im Mai auftretenden Eisheiligen sonst versprechen.

Wer den Text weitergelesen hat, weiß aber, dass ich mir die Kälte nur in Zusammenhang mit den vielen Weinwerbeschildern zurückgewünscht hatte. Sollte nun jemand besonders unter der Kälte am Dienstag und Mittwoch gelitten haben, so bitte ich um Entschuldigung. Das habe ich nicht gewollt. Aber mir ist es selbst nicht besser gegangen. Am frühen Dienstagabend saß ich im Hof des Weinguts Mönchhof, um mit dem Besitzer über die Fernsehserie "Moselbrück" zu sprechen, die vor 25 Jahren erstmals über die Bildschirme flimmerte.

Ich liebe Weingüter, Straußwirtschaften und Gutsschänken mit Moselblick. Da könnte ich an einem Sommerabend die Welt um mich vergessen. Am Dienstag wären heißer Tee oder Glühwein angebracht gewesen.

Apropos Kälte: In dieser Woche wurde sogar vor Frostschäden in den Weinbergen gewarnt. Und es gab sie auch. Zum Beispiel in der Pfalz. Allerdings hielten sie sich in Grenzen. Ob dazu auch der Einsatz von Hubschraubern beigetragen hat? Ja, Sie haben richtig gelesen. Hubschrauber werden nicht nur für die Schädlingsbekämpfung eingesetzt, sondern auch zur Frostvermeidung.

Sechs von ihnen waren am Donnerstagmorgen bei Niederkirchen (Kreis Bad Dürkheim) unterwegs. Sie flogen über eine Fläche von etwa 200 Hektar. Dabei verdrängten sie die eiskalte Luft um die Reben und ermöglichten den Einzug wärmerer Luft. Das war mit Sicherheit ein besonderes Schauspiel.

Übrigens: Für Samstag und Sonntag ist schönes Wetter vorhergesagt. Nutzen Sie es für ein gutes Glas Wein, mit oder ohne Moselblick, und denken Sie nicht mehr an die Kälte.

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