Mehr als einen Weinstand braucht es nicht

Auslese : Einfach mal zum Weinstand gehen

Die Freizeit gestalten und die Sozialkontakte pflegen kann in einer Zeit, in der die Menschen über Smartphones vernetzt sind und ständig Nachrichten über Messenger-Dienste austauschen zu einer komplizierten Aufgabe werden.

Mit wem geht man wann wohin? Welches Restaurant wählt man aus? Wen kann man noch dazu einladen?  Fragen über Fragen. Manchmal will man am Wochenende einfach nur durchatmen und eben mal keine Termine wahrnehmen. Wenn man  dann trotzdem Leute treffen will,   lohnt es sich - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit - zum Weinstand am Trierer Hauptmarkt zu gehen.  
Diesen Weinstand, an dem von März bis November täglich Wein ausgeschenkt wird, gibt es schon seit 1984. Manche Ur-Trierer werteten ihn früher eher als „touristische Veranstaltung“, der man als Ureinwohner eher fern bleiben sollte. Aber das hat sich inzwischen  gewandelt.  Der Weinstand am Hauptmarkt ist mittlerweile zum Kult-Treffpunkt für Trierer (und natürlich auch für Gäste) geworden. Völlig ungezwungen trifft man dort fast immer Bekannte, Kollegen oder Nachbarn. Am besten bestellt man gleich eine ganze Flasche Wein, anstatt sich für jedes Glas einzeln anzustellen. Und schon ist eine gesellige Runde beisammen. Ein Erfolgsmodell, das gewiss auch in anderen Weinorten an der Mosel funktionieren könnte.

hp.linz@volksfreund.de

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