Wein: Weinkritik: Es geht auch ums Geld

Wein : Weinkritik: Es geht auch ums Geld

Preise, Medaillen, Urkunden, Sterne und vieles mehr: Man kann leicht den Überblick verlieren bei all den Qualitätswettbewerben rund um den Wein.

Es gibt die bekannten Weinführer wie Gault Millau und Eichelmann, die jedes Jahr mit ihren Beurteilungen über die Weingüter und deren Gewächse hunderte Seiten füllen. Und jede Gourmet-Zeitschrift, die etwas auf sich hält, hat ihre Weinverkoster, die Noten verteilen, wie Lehrer in der Schule.

Nun kommt die gehobene Weinszene an diesen Weinkritikern nicht vorbei. Sie haben großen Einfluss, können ein Weingut „nach oben“, aber auch „nach unten schreiben“. Es ist ein Spiel, bei dem am Ende nur der Weinkritiker und der Buch- oder Zeitschriftenverlag gewinnen kann. Mir persönlich sind manche dieser Degustationswettbewerbe etwas suspekt, denn es geht letztlich immer auch um die Auflage, sprich ums Geld. Und bei den allermeisten dieser kommerziellen Wettbewerbe werden im Gegensatz zur Weinprämierung der Landwirtschaftskammer die Weine nicht verdeckt verkostet. Ob es da immer gerecht zugeht? Es ist ja kein Geheimnis, dass fast jeder dieser Weinkritiker seine „Spezies“ hat.

Eine Preismünze der Landwirtschaftskammer gilt als nicht so „en vogue“ wie eine gute Bewertung im Gault Millau oder eine Belobigung von „Weinpapst“ Stuart Pigott. Aber die Prüfer der Kammer bewerten neutral und vorurteilslos.

w.simon@volksfreund.de

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