Weinkolumne: Weintourismus mit Potenzial

Weinkolumne : Weintourismus mit Potenzial

Kürzlich verbrachten wir ein paar Urlaubstage in der Pfalz. Die Pfalz ist zweifellos eine schöne Gegend mit schnuckeligen kleinen Dörfern tollen Wandermöglichkeiten und einem feinen regionaltypischen Speisenangebot.

Aber wir wären wohl nicht in die Pfalz gefahren, gäbe es dort keinen Weinanbau. Viele familiengeführte Betriebe mit Ausschank, Winzerstuben und kleine und große Feste rund um den Wein sind typisch. Das gleiche gilt für die Mosel, wobei unsere Ferienregion landschaftlich noch reizvoller ist. Aber die meisten Urlauber kommen wegen des Weins. Eine Studie der Hochschule Geisenheim kommt zu dem Ergebnis, dass die Urlauber in den 13 deutschen Weinanbaugebieten jährlich rund 5,5 Milliarden Euro ausgeben. Eine gigantische Summe, die beweist, wie die Tourismuswirtschaft und der Weinbau voneinander profitieren. Experten sind der Meinung, dass viele Weinregionen ihr weintouristisches Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben. Übrigens: Wir hatten in der Pfalz ein hübsches „Weinhotel“ gebucht. „Weinhotel“ – allein diese Bezeichnung sagt alles über die enge Verbindung von Wein und Tourismus.