Werbung für Wein muss aktuell sein

Werbung für Wein muss aktuell sein

Was macht der Weinfreund, wenn er während der Fastenzeit auf den Rebensaft verzichtet? Er kann sich zum Beispiel über den neuen Jahrgang informieren und schon einmal in Vorfreude schwelgen. Ich klicke mich dazu gerne durch die Internetseiten von Weingütern, die ich entweder kenne oder über die ich Kritiken gelesen habe – meist natürlich positive.

Ich habe es an dieser Stelle schon einmal geschrieben: Oft machen mir diese Seiten wirklich Freude und Lust auf Wein, aber manchmal schüttele ich auch verständnislos den Kopf. Zum Beispiel, wenn die aktuelle Weinkarte mit dem Jahrgang 2009 endet oder die aktuellste Meldung der Jahrgangsbericht 2008 ist. Bei mir kommt dann automatisch folgender Gedanke hoch: Wenn so wenig Wert auf den Internetauftritt gelegt wird, kann auch der Wein nicht allzu viel hermachen. Mein Weg hat mich trotzdem zu einem sehr positiv beschriebenen Weingut geführt, dessen Internetseiten mehr als gewöhnungsbedürftig sind. Bis auf die Seiten, das habe ich gemerkt, stimmt in dem Betrieb allerdings alles. Ein schöner Verkaufsraum, sehr gute Weine, eine zuvorkommende Chefin, tolle Gästezimmer und eine schöne Lage mit Blick auf die Mosel. Ich habe die Winzerin auch auf den Internetauftritt angesprochen. Sie hat sofort eingeräumt, dass der Betrieb in dieser Hinsicht nicht auf der Höhe ist und Nachholbedarf hat. Über das Aussehen von Internetseiten kann man streiten. Wer sich durchklickt, sieht die Unterschiede. Eines sollte aber selbstverständlich sein: Wer im Internet wirbt, muss mit seinen Seiten auf dem neuesten Stand sein. Es ist schade, wenn Weine ihre verdiente Anerkennung nicht finden, nur weil der Interessent die Seite gleich wieder schließt, weil er sich schlecht informiert fühlt.