1. Meinung

Blick über den digitalen Tellerrand

Blick über den digitalen Tellerrand

In dieser Kolumne geht es häufig um das Betriebssystem Windows von Microsoft. Grund ist natürlich, dass die weitaus meisten Menschen auf ihrem PC oder Notebook dieses System nutzen. Aber auch für den PC gibt es Alternativen.

Zum Beispiel das freie, kostenlos erhältliche Linux-System, das es in verschiedenen Varianten gibt. Die inzwischen beliebteste Variante heißt Ubuntu.

Wer einmal über den Windows-Tellerrand hinaus blicken und etwas anderes ausprobieren möchte, muss nicht unbedingt die Katze im Sack kaufen. Eine bequeme Möglichkeit, zum Beispiel ein Linux-System wie Ubuntu unverbindlich zu testen, ist eine sogenannte Live-Version. Dabei handelt es sich um einen Datenträger (CD, DVD, manchmal auch USB), von dem aus das System gestartet werden kann, ohne dass es auf der Festplatte installiert werden muss. Voraussetzung ist, dass der Rechner vom optischen Laufwerk oder USB aus starten (booten) kann.

Der Vorteil einer solchen Live-Version liegt auf der Hand: Ohne Veränderungen an ihrem gewohnten System vornehmen zu müssen, können Sie das System nach Herzenslust ausprobieren. Wenn Sie anschließend Ihren Rechner herunterfahren und die Live-CD entnehmen, ist wieder alles beim Alten.

Auch als digitaler Erste-Hilfe-Kasten kann das Live-System genutzt werden: Sollte Ihr Rechner beispielsweise wegen Virenbefalls nicht mehr startklar sein, können Sie unter Umständen das Ersatz-System nutzen, um wichtige Daten von der Festplatte zu retten.

Live-Systeme liegen manchmal Linux-Zeitschriften im Handel bei. Ansonsten können aber auch eines aus dem Internet herunter laden und auf CD oder DVD brennen. Zum Beispiel unter www.knoppix.org oder www.ubuntuusers.de herunterladen. Einen kompletten Überblick über Live-CD-Versionen finden Sie auf Wikipedia in der Kategorie Live-CD .

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de