Dem Chaos entfliegen

Dem Chaos entfliegen

Ich kann Ihnen sagen! Ich habe in dieser Woche so viel geflucht, das reicht für das ganze nächste Jahr! Warum? Tja, wissen Sie, ich erlebe das Verkehrschaos rund um meine „Lieblings-Großstadt“ Trier jeden Tag mit, wenn ich von Konz nach Hermeskeil und wieder zurückfahre.

Das kostet mich Nerven, und in dieser Woche ganz besonders, obwohl ich sonst eher eine geduldige Autofahrerin bin - naja, mein Martin behauptet zwar immer, das stimmt nicht, aber ich denke schon, dass es stimmt.

Zurück zu meinem Aufregerthema der Woche: dem Verkehr. Eine Stunde für acht Kilometer in Trier am Montagabend, das muss man sich mal vorstellen! Das ist doch unerhört! Klar ist es für die Trierer Geschäfte schön, wenn so viele Leute in die Stadt einfallen, äh, fahren. Aber für uns Pendler ist es die Hölle. Am Dienstag dachte ich, ich hätte es überstanden. Und dann kam der Mittwoch. Und die Luxemburger. Und wieder Chaos. Also ich verstehe die Trierer ja sonst auch nicht, aber in Sachen Verkehr schon mal gar nicht. Beim kleinsten Problem, bei der kleinsten Mehrbelastung bricht alles zusammen - und wie die dann auch manchmal fahren!

Wenn ich Geld ohne Ende hätte, dann würde ich mir das einfach ersparen und kein Auto mehr fahren. Aber mit dem Fahrrad nach Hermeskeil? Nee. Das machen die Knochen nicht mehr mit. Ich habe eine bessere Lösung: einen gemeinschaftlich von allen Pendlern aus dem Süden der Stadt finanzierten Helikopter-Taxi-Dienst. Dann können wir uns nämlich jeden Tag den Spaß machen, das Chaos aus der Luft zu betrachten. Und ich müsste nicht mehr so viel fluchen. Das wäre ja auch irgendwie besser für alle. Ich geh jetzt mal los. Lottoschein ausfüllen. Man muss ja manchmal einfach nur anfangen, damit große Ideen irgendwann Wirklichkeit werden.