Kolumne Eifel-Einsichten von Fritz Peter Linden

Kolumne Eifel-Einsichten : Erwischt!

Und wuppdich, hat die Polizei dieser Tage bei Kontrollen wieder einige Autofahrer erwischt (die Meldung steht hier heute irgendwo, guckt mal), weil sie unter dem Einfluss diverser Substanzen unterwegs waren.

Oder ohne Lappen. Und zum Thema „erwischt“ fällt mir gleich der Satz ein, den mir jüngst Peter Hillen von der Verbandsgemeinde ins Ohr brummte, nachdem er mir zunächst, wie immer, fachkundig Auskunft zu einer Frage für einen Artikel gegeben hatte.

Und, auwei, es tritt mir sofort ein Gewissensschweißtröpfchen auf die Stirn: Erinnere ich mich doch direkt wieder daran, wie ich damals mit Jugendfreund Franz, in der Tradition von Huck und Jim, ein schraddeliges Floß zusammenzimmerte, zu dessen Bestandteilen auch ein paar leere Plastikkanister gehörten, die wir dazu auf dem Müllplatz in Glaadt geklau .. ge ... tut nichts zur Sache. Zwei Dinge passierten: Wir soffen sofort ab. Und tags darauf hieß es, die Polizei suche die Typen, die die Kanister geklaut hatten. Weil da wohl vorher was drin gewesen war, das besser nicht ... Wie gut, dass das alles schon doppelt und dreifach verjährt ist. Und was auch immer die Kanister einst enthielten, es ist längst, wie sie hier sagen, „die Kyll eraaf“ geschwommen wie so viele, schnief, schöne Erinnerungen.

Dies ist nun der Moment, an dem wir alle zurückdenken an unsere ferne oder ja auch noch nahe Jugend und an die Dinger, die wir so gedreht haben. Und an den Satz, der dann gelegentlich fiel. Wenn wieder mal welche sich was erlaubt hatten, das großflächige Empörung auslöste. Und während sich alle empörten, irgendeine erziehungsberechtigte Person, meist eine Mutter, dann – und hier kommt der Satz, den Peter Hillen uns schenkte – mild-verzweifelt bekannte: „Oosen woor och dobei.“ Et jit net jerannt.