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Kolumne Eifel-Einsichten
Faule Äppel

FOTO: TV / Klaus Kimmling
Ich kau hier gerade, während ich tippe, auf einem der Äppel herum, die uns Schwieger-Kusäng Klaus aus Steffeln geschenkt hat. Lecker. Danke, Klausi! Zu kauen hab ich aber auch daran, dass ich die Eifelleserschaft erbärmlich hab hängen lassen: Keine Kolumne vorige Woche. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Obwohl ich mich doch, trotz Urlaubs, dank des Damian-Diktats dazu demütig hatte verdonnern lassen, ich Depp (ich hab jetzt schon fast alle Wörter mit „D“ am Anfang und mittendrin verbraucht. Doof).

Ehrlich: Zwei Wochen lang saß ich in der Ferienferne und dachte: Du musst schon noch was schreiben, Junge. Aber mir war so gar nicht danach. Kaum war ich angekommen, passierte das mit Daniel Küblböck: Verschwand einfach vom Schiff. Vermutlich gesprungen. Vielleicht, weil er nach dem „Superstar“-Quatsch nie wieder ins Normale zurücknavigieren konnte. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß noch, wie wir ihn damals nach Prüm holten: Weil Kollege Mani Reuter sich den herrlichen Aprilscherz ausgedacht hatte, Josef Zierden habe Küblböck zum Eifel-Literatur-Festival eingeladen. Das Schöne: Zierdens Jupp machte mit. Und lud Küblböck wirklich ein. Und der kam dann sogar. Und wir erlebten einen netten Jungen, der ganz weit weg war von dem überdrehten Schrillkopf, der uns immer im Fernsehen präsentiert wurde. Ach, Daniel.

Ein paar Tage danach, man kriegt ja immer und überall alles mit, die Sache mit dem Herrn Maaßen: Chemnitz? War da was? Ach was. Sagte der oberste Schützer unserer Verfassung. Nein, in Chemnitz, da war nix. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es überhaupt nichts zu sehen. Und dann machten die Damen und Herren Politiker alles nur noch schlimmer. Irre. Da dachte ich nur: Lustig ist das alles nicht mehr. Und dann war der Urlaub vorbei.

Ich ess noch nen Appel. Bevor der auch braun wird. Und dann ist Schicht. Et jit net jerannt.