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Kolumne Eifel-Einsichten
Probleme, Probleme

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Auweia. Auweia. Majuh. Oh nää. Jömmisch! Vorige Woche, also am Samstag ... da ist die Eifelkolumne wieder nicht in der Dauner und Gerolsteiner Ausgabe drin gewesen. Weil angeblich kein Platz (so viel ist man also wert. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Wenn’s eng wird, fliegt man raus. Anstatt den anderen Kram rauszuschmeißen. Ich bin besorgt).

Also: ’tschuldigung. Die Eifel-Einsichten waren dann immerhin am Montag drin. Was mir gleich zweimal Post eintrug: Einmal, mit sarkastischem Unterton, von Adams’ Anita aus Kirchweiler: „Eifel-Einsichten jetzt montags statt samstags? Oder wieder nur für die Dauner Lokalausgabe? Naja, besser als gar nicht, wie neulich ...“ Ahrgh, jaja, Pardon!

Und Roland Thelen aus Mehren teilt mit, nachdem er dann nach erfolgloser Suche am Samstag zwei Tage später die Kolumne gefunden habe, sei „die Welt jetzt wieder (fast) in Ordnung“. Allerdings fragt er auch, ob der Volksfreund angesichts dieser Verschieberei dabei sei, den Kolumnisten zu demontieren.

Meine spontane Antwort: Ja klar. Durch Arbeitsverdichtung. Schon seit Jahren. Aber dann habe ich mir noch mehr Sorgen gemacht. Und lieber mal die Chefs angehauen, was ich denn jetzt auf die Frage von Herrn Thelen antworten soll. Hat natürlich nur einer zurückgeschrieben. Damian Schwickerath. Zartfühlend und lieb wie immer: Demontieren? „Mit so komischen Fremdwörtern kenn ich mich nicht aus“, schreibt der stellvertretende Chefredakteur des Trierischen Volksfreunds, der führenden Tageszeitung im freien Westen der Republik, von dem ich alles gelernt habe, was ich über das Schimpfen weiß. Und außerdem, sagt Damian: „Jetzt haben wir dich seit Jahren mühselig hochgepäppelt, da werden wir dich doch jetzt auf dem Höhepunkt deiner Schaffenskraft nicht demon, äh dämonisieren oder so. Du bleibst, wo und was du bist, basta!“

Sehr schön. Danke (bei „hochgepäppelt“ und „Höhepunkt der Schaffenskraft“ hab ich ihn durch die E-Mail-Leitung hindurch sein schmutziges Cheflachen aushusten hören.)! Ich hab natürlich keinen Schimmer, ob das jetzt auch für die Kolumne gilt und ihr das in Daun und Umgebung überhaupt lesen könnt. Vielleicht ja nächsten, sagen wir, Mittwoch?

Aber halt, wir sind noch nicht fertig: Roland Thelen hat noch was richtig Gutes mitgeschickt, eine schöne Zugabe. Nämlich zu der Sache mit dem Entsorgen von Pferdeäpfeln am Morgen vor der Fronleichnamsprozession, wovon uns letzte Woche ja Barbara Igelund aus Steffeln erzählt hat. Roland hat recherchiert. Und was hat er gefunden? Dass die Steffeler pferdetechnisch richtig vorn lagen: „Laut Statistik war Steffeln in den 1950er Jahren das Dorf mit den meisten Pferden im Kreis. Also lauter dicke Bauern. Darauf darf man auch heute noch stolz sein.“ Nicht nur heute, sondern auch, äh, am Montag. Oder Mittwoch. Wann immer ihr das hier auch lest. Danke!
Et jit net jerannt.

Aus gegebenem Anlass fügen wir dieser Kolumne ein romantisches Pferdebild bei.
Aus gegebenem Anlass fügen wir dieser Kolumne ein romantisches Pferdebild bei. FOTO: Fritz-Peter Linden