Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Einfach nicht mehr hingucken

Schon wieder kein Platz auf der Seite, vorige Woche konnte ich noch von oben bis unten durchlabern. Aber gut, dann machen wir es kurz. Jetzt, wo die Sonne so gnadenlos auf uns runterballert, kommt alles ans Licht.

Und es ist nicht schön: Stelle ich doch unter Schmerzen und egozertrümmernder Ernüchterung fest, dass ich in den vergangenen drei Monaten glatt um fünf Jahre gealtert bin. Also außen (innen: immer noch 19). Und deshalb das Kommentarbild bald mal aktualisieren müsste. Aber ich will den Lesendinnenden nicht so viel Hässlichkeit zumuten. Ist alles schon schlimm genug auf der Welt.

Ich klage mein Leid unserer Freundin Maja, die sich das geduldig anhört. Und dann alles souverän weglächelt. „Ich bin ja sowieso der Meinung“, flötet sie über den Tisch rüber, „dass man in Schüben altert.“

Da könnte was dran sein. Und etwas Gutes, findet sie, habe das auch. „Sieh es doch so“, sagt Maja. „Haste jetzt fünf Jahre Ruhe.“

Aber nur, wenn ihre Theorie stimmt. Ich grübel weiter. Und guck nicht mehr hin, wenn ich mir irgendwo begegne.

Bis dahin: Et jit net jerannt.

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