Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Nix zu holen

Ich wollte mich ja aufregen: Der kleine Kevin macht sich ein paar jungsozihafte Gedanken und die Nation stürzt in Angststarre, meine Güte. War doch nur der Kevin! Paar Tage später: Der kleine Björni singt mit seinen strammen Kameraden die erste Strophe des Deutschlandlieds – und?

Nix. Der Aufschrei im Land? Etwa so laut, wie wenn eine Kissenfeder auf den Teppichboden prallt.

Und dann noch darüber, dass mir letztens wieder einer vom Nachbartisch mit seinem Parfüm so dermaßen ins Schnitzel gestunken hat, dass alles nach (hier Marke eurer Wahl einsetzen) geschmeckt hat.

Aber ich reg mich nicht auf. Weil: Es geht auch anders. Danke, ihr Prümer, für das anständige TV-Forum am Dienstag. Und deshalb hab ich euch ein Liedchen gedichtet – ich sagte ja, dass mir zurzeit lauter bekloppte Ideen kommen. Die Musik dazu hab ich auch schon. Hier, guck:

Das Hahnplatz- und Eifellied

Komm, wir treffen uns
am Hahnplatz

Zwischen Teer und Pflasterstein

Wo die Prümer Krähen kreisen

Kann man gut zu Hause sein

Und wir stell‘n uns in die Mitte

Denn wir haben Kreisverkehr

Und wir singen schlimme Lieder

Und wir ziehen kreuz und quer

Du denkst jetzt, ich hab’n Knall

Das ist mir dermaßen egal

Drum sieh doch bitte einfach ein

Nichts kann wirklich besser sein

Und der Trecker zieht die Spuren

Und er güllt die Länderei

Zeichnet Muster auf die Fluren

Macht die Nase wieder frei

Was die Städter nie kapieren

Das geht uns am Arsch vorbei

Sich in der Eifel zu verlieren

Ist der schönste Zeitvertrei

Du denkst jetzt, ich hab’n Knall

Das ist mir dermaßen egal

In euren Metropolen,

Da ist nichts zu holen

Doch hier ist alles schön normal

Und jetzt alle! Et jit net jerannt.