Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Eiskalt verwandelt

Dies, oh Leser, ist eine anlassbedingte Tiefkühlkolumne. Wegen der Hitze. Tausend Tipps wirft man uns ja in diesen Tagen hinterher, mit denen wir uns Linderung verschaffen sollen können.

Wir kennen sie alle.

Ich hab was Besseres: kalte Wörter. Iglu! Schlittenhund! Frostbeulen! Himalaya! Und: Steuererklärung! Oder, wie wär es, zum Beispiel, mit einem extrem frostigen Empfang, wenn einer vor der Tür steht und unbedingt reinschneien will, den man aber gerade überhaupt nicht gebrauchen kann? Der wird an die Kühlkette gelegt. Ich kann nämlich so arktisch abweisend sein wie ein Gletscher am Polarkreis, senke meine Stimme unter Null, bis zum Gefrierbrand, und wenn mir einer ganz dumm kommt, reagiere ich mit einem Anfall von Eiswürfelhusten. Oder träumt euch in die Tundren des Nordens, in kältestarre Länder, solange es noch welche gibt: Alaska. Norwegen. Sibirien. Finn-, Is- und Grönland. Oder, näher: Gefriertruhe. Man kann in diesen Tagen alles verwenden, um sich Erfrischung zu holen. Nein, nicht beim Eisbergsalat. Hier: Schon wieder ist ja gerade ein notorischer Lügenhannes irgendwo Regierungschef geworden (man fragt sich: Haben die alle einen an der Eiswaffel?) Das kann man, temperatursenkend, für sich nutzen: einfach an Donaldborisundwiesiealleheißen denken – schon geht einem der Arsch auf Grundeis. So, reicht für heute. Und wenn ihr euch jetzt auf eure Pistenraupe schwingt, gilt wie immer: Cool bleiben. Et jit net jerannt. Und jetzt her mit der Kühlerflüssigkeit.

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