Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Nachschlag

Fehlt’s dir an kreativer Kraft, dann rettet dich die Leserschaft! Und zwar nicht zum ersten Mal. Guck: „Es schreibt Ihnen nach langer Zeit“, schreibt mir nach langer Zeit Manfred Bormes aus Biersdorf am See, „Manfred Bormes aus Biersdorf am See.“

Danke, Herr Bormes, da hab ich mich gefreut. Zumal er mir einen naht- und reibungslosen inhaltlichen Anschluss an die Vorwochenkolumne liefert, in der es, unter anderem, im weitesten Sinn um dentalmedizinische Abenteuer gewisser euch einigermaßen bekannter Dorfkolumnisten ging.

„Eine mir bekannte Frau“, schreibt Manfred, „ging zum Zahnarzt, um ihr repariertes Gebiss abzuholen.“ Kurz anprobiert, passend gemacht, zufrieden ging sie nach Hause. Um zwei Wochen später wieder auf der Matte zu stehen, da sie doch allerhand zu bemängeln hatte. In der Praxis wurde sie mit Jubel und geschwenkten Fahnen empfangen – und mit den Worten des Zahnarzts: „Bitte erschrecken Sie nicht – wir haben Ihnen ein fremdes Gebiss angepasst und freuen uns sehr, dass wir es wiederhaben.“

Die Frau, Eiflerin eben, nahm es locker. „Eich hon mech gar net erfiehrt“, gab sie lässig zurück (für Eifelfremde: „sich erfahren“ heißt nicht, wir erläuterten es bereits einmal, sich auf den Selbsterkennungsparcours zu begeben, sondern eben: sich erschrecken). Sie sei vielmehr beruhigt und beglückt, dass es auch noch andere Leute gebe, die „en so groß’ Maul haben wie ich“.

Da kann ich jetzt dankbar meine Klappe wieder schließen. Nur um sie heute Nachmittag bei den Bitburger Landfrauen in Ittel wieder aufzureißen. Denen werd ich was erzählen. Ich weiß nämlich eine super Ittel-Geschichte!

Erzähl ich euch auch. Nächste Woche. Bis dahin: Et jit net jerannt.

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