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Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Im Gebüsch

Die Coronatagebücher, dritter Eintrag: Heute Morgen, Badezimmer. Teilgescheiterter Versuch einer Gesichtsentbuschung. Beim Augenbrauen-Kupieren säbele ich mir rechts eine Ecke weg. „Fällt aber nicht auf“, sagt die Gattin („Fällt aber nicht auf, weil du sowieso mittlerweile völlig verwahrlost aussiehst“, denkt die Gattin).

Post aus Australien! Zwei ganz liebe Freunde, Hilde und Mark, sind auf großer Reise. Und haben deshalb auch anfangs kaum etwas von der Coronakrise mitbekommen. Vor allem, weil sie zwischendurch auch in jenem Land waren, dessen Präsident noch anfangs tönte, das sei alles überhaupt-gar-kein Problem. Zum Glück sind sie da schon lange wieder raus und zurück in der Zivilisation. Inzwischen sind sie in Down Under angekommen und mit dem Wohnmobil unterwegs. Schön allein, sie halten sogar in der Ferne die deutsche Zwei-Personen-und-mehr-nicht!-Regel ein und gondeln von Campingplatz zu Campingplatz. Obwohl die dort auch, wie Mark erzählt, einer nach dem anderen dicht gemacht werden. Zum Glück konnten sie die Heimreise noch gerade so hinbiegen, wir erwarten sie sehnlich zurück, wahrscheinlich Anfang der Woche. Ich hab sie schon darauf vorbereitet, dass sie sich in einer dystopischen Science-Fiction-Welt wiederfinden werden. Die Supermärkte, jedenfalls die mit vernünftigen Chefetagen, sehen aus wie Hochsicherheitstrakte.

Bis dahin aber sind unsere Zwei am genau richtigen Ort untergekommen. Und lassen uns das auch durch das beigefügte Bilddokument alle wissen. Passt doch. Besser geht’s nicht. Siehe Foto!

Schade ist das nur für Schauspieler Tom Hanks. Der, wie wir alle ja wissen, echt in australischer Quarantäne sitzt (und, zusammen mit seiner Frau Rita Wilson, hoffentlich bald wieder fit sein wird). Dabei hättte er sich, wild erfundenen Gerüchten zufolge, „so gern mit Mark und Hilde getroffen“.

Die Quarantänebucht heißt übrigens so, weil dort einmal ein Schiff strandete, mit lauter Verseuchten an Bord. Und direkt darüber liegt, genau: Eden. Man fasst es nicht. Gute Heimreise!

Bildpost aus Australien: Da sind unsere Freunde gerade. Foto: Mark Nowak

Et jit net jerannt.