1. Meinung

Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Lauter Lichtblicke

Die C-Tagebücher (das „orona“ könnt ihr euch ja denken), sechster Eintrag: Ich habe, siehe vorgestern, zu danken.

Nämlich allen kolumnistischen Erntehelfern in der Eifel – zumindest an denen herrscht kein Mangel – und arbeite jetzt ihre Post zügig ab. Sie alle antworteten aus zahlreichen zwei Eifelkreisen, unter anderem auf die „Wegger“-Geschichte von vorigem Samstag. Zum Beispiel Kauths Arno, dem ich ja mal im Pützborner Gemeindehaus beim Auftritt sekundieren durfte (es war so herrlich eng da, dass die Epidemiologen uns das schon damals verboten hätten. Ach, lange her, wie alles, was vor Februar 2020 liegt): Arno funkt vom Pützborner Gestade rüber, dass er in diesen Zeiten den Wegger-Schriftzug glatt hinten auf dem Trikot trüge, trüge er je Trikots. Weil: gutes Motto. Würd ich auch so sehen, früge man mich.

Angesichts der konjunktivistischen Ü-Lastigkeit im vorigen Absatz passt die Züschrift, nein, Zuschrift, von Hans-Peter Kolf aus dem berüchtigten südeifeler Ü-Dorf Bettingen, wo bekanntlich jedes U zum Umlaut wird. Denn er entdeckte dieser Tage ein neues Wort im TV: Die „Sputzschutze“. „Bei uns in Bettingen also“, schreibt er, „heißen die Dinger … Spützschützer.“ Herr Kolf: danke! Sehr verbünden!

Den lieben Markus Baldauf vom Prümer Kurparksaum erinnerte der „ominöse Fußballer namens Wegger“ an seine Ferien bei Oma und Opa in Zeltingen: „Da ich dort bis Sendeschluss Fernsehen durfte“, sagt er, „kam ich auch in den Genuss einer Eishockey-Weltmeisterschaft und habe mich gefragt, wer denn dieser Kufen-Crack ,Bully‘ sein könnte, der immer vor irgendwelchen Toren aufgetaucht ist ...“ Genau, Markus. Ich hab den auch nie gefunden, obwohl der doch anscheinend in jedem Spiel auf dem Eis war.

Jupp Fuchs wiederum, der Dorfoberst i. R. von Matzen, erinnert sich beim Thema „wegger bzw. rätselhaftes Eifeldeutsch“ an eine Szene in der Neuerburger Schule: Die junge, nach Matzen verheiratete Lehrerin macht mit ihrer Klasse erste Gehversuche in Englisch. Es kommt zu folgendem Austausch: Lehrerin zu Eifelkind: „What is your name?“ Eifelkind zu Lehrerin: „Hä?“ Lehrerin, insistierend, zu Kind: „What is your name??“ Eifelkind erneut: „Häää?“ Dann, sagt Jupp, „erbarmt sich eine Mitschülerin“ und übersetzt: „Wie dou heeschs!!!“ Darauf die Lehrerin: „Häää?“

Darauf ich: Thank you! Auch an Georg Mäschig aus Gerolstein. Für seinen Kommentar zu unserer Beschreibung des coronapanischen Bezahlvorgangs im Supermarkt. Für ihn zähle das, schreibt er, „zu den Sternsekunden der Coronaliteratur“. Selten, Herr Mäschig, fiel es mir schwerer, einem Leserurteil zu widersprechen.

Bleibt alle heil und tapfer. Einmal trocken in die Hände gesputzt und: Weggermachen.
Et jit net jerannt.