1. Meinung

Kolumne Eifel-Einsichten

Kolumne Eifel-Einsichten : Reimheilung

In diesen Zeiten der Malessen, Leser, hat man ja Glück, wenn man in einem Dorf namens Heilbach wohnt. Und nicht in, sagen wir, 34439 Niesen. Oder 57489 Husten. Oder gar, oweh, in 85406 Siechendorf.

Und genau aus jenem, das Wohlergehen schon in seiner Vorsilbe stolz tragenden Ort, also Heilbach, kommt ein feinstgewebtes Verswerk, das uns diese Woche zumindest die Kolumne gesundspritzt.

Es stammt, ja klar, von Traudenpitter. Und ich, oh Dichter, verarbeite deine Zeilen, mit denen du auf unser Vorwochenelaborat (Klopapier et. al.) antwortest, im Folgenden komplett und hoffe, dass sie ihre Wirkung entfalten auf die gesamte Leserschaft. Mich hat er jedenfalls schon angesteckt mit der Dichterei – deshalb spring ich auch gleich mal in den Blankvers (reimt sich nicht, ist aber schön, guckt:)

Schon mir allein,
Lorbeerumkränzter,
hast du damit geholfen.
Nahmst du doch Arbeit mir,
dem Zeilenknecht,
von meinen schmalen Schultern.

Genug geschwallt, ich übergebe das Mikrofon an Peter T aus H:

Tief durchs Eifeler Geäst

Corona sein Versteck verlässt.

Wo vorher stolz die Rufe hallen:

„Das Virus kann uns nicht befallen!“

Grad da schlägt es jetzt heftig zu

und raubt uns allen unsre Ruh.

Und los geht jetzt das alte Rennen

das wir vom Frühjahr her
schon kennen.

Man schämt sich nicht, s’ist eh egal,

gestürmt wird jedes Kaufregal.

Auf Wurst? Auf Käs?
Nein, Fehlanzeige!

Das Klopapier, das geht zur Neige!

Was vorne rein, muss hinten raus

und dabei wär es doch ein Graus,

wenn nach dem Gang
zur Schüssel dann

ein Schrei erschallt:
„Wo isses, Mann?!“

So schön gemütlich saß man hier

und hat doch jetzt kein Klopapier!

Allüberall die Schreckensrufe:

„Katastrophe! Katastrophe!“

Und wie das nun uns allen zeigt,

hat wohl der Herrgott was vergeigt;

Denn als er einst
die Menschen machte,

bemerkte er – und Gott, er lachte! –

da hatte er, der Weltenrichter

sehr viel mehr Ärsche als Gesichter!

Ein Traum, oder? Oh ja. Deshalb, meine Lieben, bleibt mir nur ein knappes Schlusswort in diesem C-Log-Eintrag mit der Nummer 34:

So stehn wir an den Eifelhängen

Und danken dir.
Mit Chorgesängen.

Es tönt durchs Risikogebiet:

Gepriesen seist du, Trauden-Pete!

Et jit net jerannt.