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Eifel-Einsichten
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Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden FOTO: Klaus Kimmling / TV
Prüm. Man findet haufenweise Kirchbergs in Deutschland: im Hunsrück. In Hessen. In Bayern, Sachsen, überall. Von Fritz-Peter Linden
Fritz-Peter Linden

Es gibt ein Kirchberg an der Iller, eins an der Jagst und eines ander Murr. Nur: In all diesen Kirchbergs wohnt unser Leser Gerlach Pfeiffer nicht. Sondern in, jawohl, Kirchweiler.

Letztens, schreibt er, hatte er wieder einen Leserbrief im Volksfreund, aber: „Leider wurde mein Wohnort mit ,Kirchberg’ angegeben.“ Aua. Das ist ja, wie wenn mich welche mit „Herr Lindner“ anreden, und gerade jetzt will ich, rein politisch, so aber gar nicht heißen. Der Eifeler sagt, „wenn de der Namen“ hast,also verrufen bist, biste erledigt.

Verrufen sein, gern, aber nicht unter dem falschen Namen, und dann auch noch diesem! Schnell zurück zu Schöneremund nach Kirchweiler (Apropos:Hab ich mich eigentlich je hier bei Anita Adams für die herrlichen Tomaten bedankt? Hab ich nicht. Hätt ich aber sollen. Danke!).

Gerlach Pfeiffer schreibt also: „Herr Linden, können Sie die nachfolgend eEpisode in Ihre Eifel-Einsichten einbauen?“ Aber ja! Hier ist sie, frisch eingebaut: Vor etwa100 Jahren war Waldköniger Kätt wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Und musste sich vor dem Königlichen Amtsgericht Daun verantworten (da grüß ich doch glatt mal Heinz Onnertz, der ja auch einst majestätisch über das Amtsgericht und später dann einen ganzen Landkreis präsidierte). Den Verhandlungstermin, schrieb Kätts Ehemann ans Gericht, müsse man aber leider sausen lassen: „Kätt kann nicht kommen, weil sie ein Kind kriegt.“ Drei Wochen später meldete der Gatte Vollzug:„Kätt hat einen Jungen bekommen. Sie kann jetzt erneut geladen werden.“ Das hat dann auch geklappt, glaub ich. Nur ob das mit dem Gericht hingehauen hat, weiß ich jetzt nicht. Danke nach Kirch …dingens! Et jit net jerannt.