Ein großes Treffen rund ums Buch

Ein großes Treffen rund ums Buch

Max freut sich. Am Sonntag fährt er mit Mama und Papa zur Buchmesse nach Frankfurt. Schon seit Tagen macht Papa Stress: „Diesmal nehmen wir aber auf keinen Fall so viele Plakate und Prospekte mit. Die vom letzten Jahr vergammeln noch im Keller.“

Papa deutet auf die vollen Bücherregale. "Bücher haben wir sowieso genug." Mama ärgert sich: "Jetzt hör' mal auf zu nörgeln. Bücher sind wie lange Briefe von Freunden, hat mal ein Dichter gesagt." Max schaut Papa triumphierend an: "Und Opa sagt immer: Gute Freunde hat man nie genug."
Stimmt. Deshalb ist auch die Frankfurter Buchmesse eine prima Möglichkeit, unter den Tausenden von Büchern neue Freunde zu entdecken. Seit etwa 500 Jahren, mit Unterbrechungen, gibt es die Messe in Frankfurt. Sie ist die älteste deutsche Buchmesse. Notwendig wurde sie, nachdem Johannes Gutenberg den Buchdruck so verändert hat, dass man Bücher in großen Auflagen, also in großen Mengen, drucken konnte. In der Folge entstanden die Verlage, die mit Büchern handelten.
Zunächst war die Frankfurter Buchmesse eine Warenmesse. Das heißt, die Bücher wurden als Ware direkt auf der Messe verkauft. Heute ist sie eine Mustermesse. Die Verlage bringen einzelne Bücher ihres Angebotes als Muster mit. Buchhändler können sich auf der Messe das Muster ansehen und dann beim Verlag ihre Bestellung aufgeben. Vor allem werden aber auch Lizenzen verkauft. Das ist die Erlaubnis zum Nachdruck oder Übersetzen von Büchern. So etwas muss nämlich gekauft und bezahlt werden.
Wichtig ist die Messe auch für Literaturagenten. Das sind Leute, die auf der Messe den Verlagen die Manuskripte, also die Entwürfe von Büchern noch unbekannter Autoren, anbieten. Natürlich ist die Buchmesse auch eine riesige Werbeveranstaltung für die Verlage. Deshalb gibt es auch die ganzen Plakate und Prospekte.
Auf der Messe kann man aber auch viele berühmte Schriftsteller kennenlernen, die dort aus ihren Büchern vorlesen.
Ganz toll ist auch, dass sich die ganze Welt auf der Messe trifft. Es gibt extra eine Abteilung für ausländische Verlage und jedes Jahr ein Gastland. Das ist diesmal Finnland. Die Buchmesse ist vor allem eine Messe für Besucher, die sich beruflich mit Büchern beschäftigen. Normale Leser können nur an den beiden letzten Tagen an diesem Wochenende kommen. Dann gibt es jede Menge Spaß, Bücher und Schriftsteller zum Anfassen.

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