En as gutt fir no der Doud ze schécken

En as gutt fir no der Doud ze schécken

Wir sind also nun im Allerhelgemount oder Wantermount, also im Monat November, angekommen.

Hier gilt die Bauernregel: November naass, gët vill Gras. Ist der November nass, gibt es viel Gras. Mit dem November verbinden viele in Deutschland aber auch den Totenmonat - aufgrund des Volkstrauertages und des Totensonntags. Doud heißt der Tod im Luxemburgischen. Entsprechend gibt es auch Redewendungen mit Doud. Etwa: Géint der Doud as kee Kraut gewuess. Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen. Ëmsoss as der Doud, mä deen akscht d'Leit d'Liewen. Umsonst ist der Tod, aber der kostet die Leute das Leben. Etwas makaber: Zënter as der Doud erfond as, as än des Liewes net méi secher. Seit der Tod erfunden wurde, ist man seines Lebens nicht mehr sicher. Oder: Dee Kärel as mäin Doud! Der Kerl ist mein Tod! Oder: En as gutt fir no der Doud ze schécken. Er ist gut, um nach dem Tod zu suchen (um ihm Aufträge zu geben, von denen er nicht zurückkommt).