1. Meinung

Endlich wird Tacheles geredet

Endlich wird Tacheles geredet

Schon seit der Krise 2008 ist die Luxemburger Welt nicht mehr, wie sie war. Die Pfründen des Wohlstands sind zwar immer noch nicht abgeschafft, aber die Diskussionen verschwinden nicht mehr von der Tagesordnung.

Da will man nun einen Vertrauensarzt im Gesundheitssystem plus zentrale Krankenakte etablieren, um dem Patienten "gefährliche Doppelverschreibungen" zu ersparen - und erhält so natürlich auch viel bessere Kostenkontrolle.

Der Luxemburger Bankenpräsident - als Chef der Deutschen Bank im Großherzogtum ein Nichtluxemburger - ziert sich wenig, wenn es drum geht, heilige Kühe zu schlachten. Und so erklärte er, als Auftaktbekenntnis zur anstehenden Wiederwahl, dass eigentlich der ganze Indexmechanismus weg muss. Obwohl er doch sowieso schon manipuliert ist. Doch das ist Bankenpräsident Ernst-Wilhelm Contzen alles egal.

Wenn neben automatischen Lohnanpassungen noch Kollektivverträge zusätzlich regelmäßig die Löhne erhöhen, dann stimmt was nicht, glaubt er. Und 36 Tage Urlaub für die Angestellten findet er auch zu viel! Da kommt was auf euch zu, liebe Banker, das ist der Auszug aus dem Paradies ...