1. Meinung

English lesson, continued

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Wenn dich ein Mann namens Pecht anruft, kann das großes Glück bedeuten. Bei mir war das so: Herr Pecht, Vorname Hermann, ist einer von den Eifelern, die ganz woanders herkommen – in seinem Fall: Heidelberg – und dann hier heimisch geworden sind.

Er lebt schon länger hier als ich auf der Welt bin, und zwar in Gerolstein - kam wegen der Arbeit, blieb wegen einer Eifelerin. Ist das nicht schön? Schön auch, was er mir erzählt hat: Dass seine Schwiegereltern aus Roth und Berndorf stammten.

Und was die Sprache betrifft, die ihm da um die Ohren flog, "können Sie sich ja denken, was da für ein Gemisch zusammenkam". Eine von ihm überlieferte Wendung sticht besonders heraus, weil sie meine Theorie von der Internationalität des Eiflerischen unterstreicht: Wenn jemand nämlich ein bisschen spack möbliert sei im Obergeschoss, im Köpfchen also, dann sei er "e Kejtche less jesalz", ein bisschen weniger gesalzen.

Prima. Ich verweise vor allem auf das "less" - das gleiche englische Wort heißt, genau: weniger.

Noch mehr Eifel-speak im Englischen liefert uns Wilma Herzog, ebenfalls aus Gerolstein, die sich verdienterweise um den Dialektwettbewerb an den Schulen im Vulkaneifelkreis kümmert. Sie hat zwölf Jahre in New York gelebt und da ganz genau aufgepasst. Am Ende stand eine feine Liste englischer Eifelwörter.

Ein Beispiel? Brombeeren. In der Eifel: Bräämele. Was sagen Brite, Ire, Schotte, Ami und Kanadier? Bramble. Oder die Pfützen: Puddele. Englisch: Puddle. Sie hat noch mehr gesammelt, da muss ich mich nochmal mit beschäftigen.

Jetzt aber gilt es, die Furrelängt (furlong: Furchenlänge beziehungsweise Achtelmeile) einzuhalten. Man beachte die "Längt" - im Englischen: length.

So, Schicht für heut, ihr Labbesse (lateinisch für: Lapsus - Fehltritt. Englisch? Lapse. Dä!)!

Und zur Vermeidung von Fehltritten jit natürlich net jerannt.