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| 07:45 Uhr

Film
Kritik: Serie „Dark“ – Folge 2: „Lügen“

Louis Hofmann in einer Szene der deutschen Netflix-Serie «Dark» (Folge 1).
Louis Hofmann in einer Szene der deutschen Netflix-Serie «Dark» (Folge 1). FOTO: Julia Terjung / dpa
Trier. Ein mysteriöser Fremder betritt die Bühne. Ein Schwarm Vögel scheint kollektiv im Flug gestorben und abgestürzt zu sein. Ein Junge in Kleidung der 80er-Jahre wird tot aufgefunden. Wir haben uns für euch die zweite Folge der ersten deutschen Netflix-Serie angeschaut. Von Christoph Ewen

„Lügen“ heißt die zweite Folge der ersten Staffel der Mystery-Serie „Dark“. „Medias in res“ jedoch wäre ein ebenso treffender Titel, beginnt die Episode doch beinah direkt im Anschluss an die Pilotfolge.

9 Stunden sind vergangen, seit Mikkel Nielsen bei der Flucht der Jugendlichen aus dem Wald in der Nähe des KKW Winden verschwand. Nachdem Erik Obendorf seit Beginn der Pilotfolge wie vom Erdboden verschluckt scheint, teilt nun auch Mikkel dessen Schicksal. Die Polizei ist mittlerweile im Dauereinsatz. Jedoch kann sie nach wie vor keinen Erfolg vermelden. Ulrich Nielsen, Mikkels Vater, findet eine Tür in der Höhle aus der ersten Episode. Diese führt direkt auf das Gelände des nahen Kernkraftwerkes. Es scheint, als bestehe eine Verbindung zwischen diesem und den ungewöhnlichen Ereignissen in der Stadt Winden. Einer der Verantwortlichen weigert sich jedoch strikt, das Gelände des Kraftwerks durchsuchen zu lassen. Das macht hellhörig: Hat da jemand etwas zu verbergen?

In gewohnt moderatem Tempo erfolgen die Kamerabewegungen, wie bereits in der Pilotfolge. Die angespannte Ruhe wird so ideal wiedergegeben. Die Musik lässt den Zuschauer die in der Luft liegende Bedrohung fühlen. Insbesondere wird dies deutlich, als Charlotte Doppler (Karoline Eichhorn) das Polizeipräsidium verlässt und dabei den erwähnten Schwarm Vögel findet. Hat man sich hier eventuell von Hitchcocks gleichnamigem Werk inspirieren lassen?

Alles andere als ruhig wird jedoch der von Oliver Masucci dargestellte Ulrich Nielsen, als man ihm den Zutritt zum Kraftwerk verweigert. Die Mischung aus schierer Wut und Verzweiflung, mit der Masucci den Polizisten mimt, lässt Erinnerungen an Klaus Kinski zu dessen besten Zeiten wachwerden.

Und wieder tritt Erik Obendorf auf. Immer noch in dem surreal wirkenden Zimmer, wird er geknebelt und in den elektrischen Stuhl gesetzt. Eines wird deutlich: Er ist nicht freiwillig an diesem Ort. Im daneben stehenden Fernseher läuft eine Wissenschaftssendung. Schwarze Löcher sind das Thema. Der Moderator fragt: „Wie weit wird die Wissenschaft gehen?“ Passend dazu erfolgt ein harter Schnitt: Was mit Erik passiert, erfährt das Publikum an dieser Stelle nicht.

Was jedoch mit Mikkel passiert ist, darüber scheint der eingangs erwähnte Fremde mehr zu wissen. Ihm ist bewusst: Die verschwundenen Personen sind nicht an verschiedene Orte, sondern zu verschiedenen Zeitpunkten gelangt. In Mikkels Falle bedeutet dies eine Reise ins Jahr 1986.

Wie dies passiert ist? Das bleibt eine Frage, die zum Verfolgen der nächsten Episoden anregt.

Die bisherigen Episoden:

Kritik: Serie „Dark“ – Die erste deutsche Netflix-Produktion

Kritik: Serie „Dark“ – Folge 3: "Gestern und Heute"