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Mein schöner Garten
Gehölze in Herbstfärbung aussuchen

Kathrin
Hofmeister.
Kathrin Hofmeister. FOTO: TV / Kathrin Hofmeister
Was für eine Herbstfärbung! Im Licht der tiefer stehenden Oktobersonne beginnen rotfärbende Gehölze regelrecht zu glühen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eines der Leuchtfeuer in den Garten zu pflanzen, sollte die Gelegenheit nutzen und sich das schönste Exemplar in der Herbstfärbung aussuchen. Von Kathrin Hofmeister

Denn in der Ausprägung gibt es von Pflanze zu Pflanze Unterschiede. Nehmen wir das Beispiel Amberbaum: Stehen mehrere Exemplare in der Baumschule nebeneinander, wird man feststellen, dass der eine mehr ins Weinrote tendiert und ein anderer gelborange Töne darunter mischt. Besonders stark variieren Amerikanische Eichen. Die Herbstfärbung der Sumpf-Eiche beispielsweise kann leuchtend scharlachrot sein oder rötlichbraun. Andere wie Felsenbirne zeigen weniger individuelle Unterschiede. Sie tragen die ganze Palette von Orange bis Scharlachrot in jedem Strauch. Hier achtet man beim Kauf eher auf den Wuchs. Färben unter den Zaubernüssen die einen rein gelb und andere geflammt rot, liegt das an der Sorte. Rotblühende Sorten färben ins Rötliche, gelbblühende Gelb.

Die intensivste Herbstfärbung stellt sich häufig mit dem Wechsel von sonnig-warmen Tagen und kalten Nächten ein. Sie hat viel mit klimatischen Bedingungen zu tun. Aber auch der Standort und seine Bodenverhältnisse spielen eine Rolle. Für einen guten Start sorgt man schon beim Einpflanzen: Pflanzloch mindestens doppelt so breit und tief ausheben, wie der Wurzelballen groß ist. Untergrund lockern, und nach der langen Trockenzeit erst mal reichlich Wasser hineinschütten. Unseren ungünstigen Tonboden werte ich auf, indem die ausgehobene Erde mit qualitativ hochwertiger Pflanzerde vermischt wird. Ist der Baum oder Strauch mittig platziert, füllt man rundherum mit der Erdmischung auf. Festtreten, nochmals angießen und schon kann man das ausgesuchte Herbstblattkleid genießen.

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