Glaube im Alltag : Begegnungen, die zum Segen werden

Glaube im Alltag : Begegnungen, die zum Segen werden

Wir kennen es sicher alle. Beim Einkaufen, auf der Straße oder beim Spazierengehen.

Man begegnet einem Menschen, spricht ein wenig miteinander, verabschiedet sich wieder – und man geht seinen eigenen Weg weiter und spürt: Man hat einander nichts gegeben. Die Wege haben sich zwar gekreuzt – aber es war nur ein Zusammentreffen, ohne nachhaltige Erinnerung an das geführte Gespräch, es hat die Seele, das Herz nicht berührt. War dies eine wirkliche Begegnung? Ich habe vor vielen Jahren einen kleinen Text gefunden, den ich bei Treffen mit Ehrenamtlichen immer gerne als Impuls an den Anfang stelle.

Der Verfasser beschreibt genau diese Situation und regt zum Nachdenken über wahre Begegnung an. „Begegnung heißt: Miteinander teilen. So vieles lässt sich miteinander teilen: Freuden und Beschwernisse, Sorgen und Glück, Gaben und Pflichten, Tage und Stunden, Augenblicke und Jahre. Teilen – so, dass man gibt und nimmt.“ Genau dies tun auch die vielen Ehrenamtlichen in den sozialen Initiativen und Helferkreisen in unseren Gemeinden, die sich zum Teil schon seit Jahren, ja sogar seit Jahrzehnten, vor Ort für ihre Mitmenschen engagieren. Sie teilen ihre Zeit mit Menschen, die des Trostes, der Abwechslung im Alltag und der Hilfe in verschiedenen Lebenssituationen bedürfen. Sie verschenken sich – und bekommen gleichzeitig auch etwas Wunderbares zurückgeschenkt: Die Freude und der Dank derjenigen, für die sie da sind!

Dies sind wirkliche Begegnungen – Begegnungen, die eine Gnade sind, Begegnungen, die nicht zufällig sind – sie werden uns geschenkt, von dem, der uns führt: von Gott.

Ich wünsche Ihnen in diesem Jahr von ganzem Herzen viele solcher Begegnungen – Begegnungen, die Herzen öffnen und für uns und für Andere zum Segen werden!