1. Meinung

Der gute Hirte in der Reihe Glaube im Alltag

Kirche : Der gute Hirte

Im Sonntagsevangelium ist die Rede vom guten Hirten. Das Bild des Hirten ist in unseren Breiten heute nicht mehr wirklich bekannt. Viehherden beziehungsweise das Nomadentum waren früher die Lebensgrundlage für viele Menschen.

Der Hirte schützt seine Tiere vor Räubern und Raubtieren. Er übernimmt Verantwortung und sucht sogar sein verloren gegangenes Schaf.

Auch wir Menschen sind auf diesen Schutz und Zuwendung angewiesen. Und auch wir können uns auf einen Hirten verlassen, wenn Gefahr droht. Leiden, Angst und Tod beherrschen immer wieder die Welt. Aber genau dieser wurde besiegt durch den, der sich für uns hingegeben hat: Jesus. Jesus spielt eine besondere Rolle, er lebte uns das Motiv des guten Hirten vor, er nimmt sogar die Schuld auf sich. Er war ein guter Hirte. Er tröstete Menschen zu aller Zeit. Sein Tod hat etwas bewirkt, das Auswirkungen auf uns alle hat. Er gibt die Richtung vor in unserem Leben und ist da, wenn wir ihn brauchen.

Auch wenn wir uns von Gott leiten lassen, erfahren wir dennoch Leid und durchwandern dunkle Täler. Erspart bleibt uns dies nicht. Aber wir können uns sicher sein, dass wir die Zeit nicht allein überstehen müssen. Gott ist an unserer Seite als treuer Begleiter, der uns nicht im Stich lässt. Wir können so eigentlich nur auf dem richtigen Weg sein, wenn wir uns von ihm leiten lassen.

Auch in Zeiten wie diesen, die doch so oft ausweglos erscheinen, sind wir auf Schutz und Zuwendung angewiesen. Und wir können uns darauf verlassen, dass wir nicht alleine sind und dass wir diesen nötigen Schutz erhalten.

Wir persönlich können aber nicht nur Schafe sein, sondern auch Hirten, indem wir einander nicht allein lassen und uns um Hilfsbedürftige kümmern, indem wir tun, was notwendig ist. Denn jeder Mensch ist wichtig! Jeder einzelne! Wenn wir dann auf die Stimme des guten Hirten hören und als Herde zusammenarbeiten und gemeinsam in eine Richtung gehen, mit dem gleichen Ziel, zum Wohle aller, dann ist das Reich Gottes verdammt nah!