GLAUBE: Ein Vorbild über die Zeit hinaus

GLAUBE : Ein Vorbild über die Zeit hinaus

Die Nachricht war dieser Zeitung sogar einen Platz auf der Titelseite wert (TV vom 2. Juli): Seligsprechungsverfahren für Franz Reinisch (Pallottinerpater, Schönstätter) geht von Trier nach Rom. Dieser hatte in der NS-Zeit als einziger katholischer Priester den Fahneneid auf den Diktator Hitler verweigert und war deshalb 1942 enthauptet worden.

Seine Motivation zum Widerstand gegen Willkür und Personenvergötzung war (wie später bei vielen „Attentätern“ des 20. Juli 44) sein christlicher Glaube: Nicht das Ego, Christus ist der einzig angemessene Herrscher im Menschen! Ihm allein gebührt Anbetung und Ehre. Und für diese Wahrheit wollte er nicht wie viele andere nach außen zum Mitläufer und Mittäter werden, sondern öffentlich seine Gewissensüberzeugung kundtun. Auch 77 Jahre später leuchtet eine solche Haltung auf wie ein heller Blitz. Gewissen? Im eigenen Leben, in der Forschung, in der Politik. Wer hört seine Stimme im Gedröhn der Zeitenstimmen? Lohnt es sich überhaupt, einen eigenen Maßstab zu haben und für ihn einzustehen? Nur allzu oft sind Anpassung, Flexibilität oder scheinbare Korrektheit angesagt.

Doch die Gewissensfrage berührt die Tiefe unseres Menschseins. Für was stehe ich unbedingt (auf)? Was macht meine letzte Identität und Originalität aus? Würde ich gar mein Leben (nicht das Leben anderer) opfern, um den Kern meiner Person nicht zu verraten?

Ich lade Sie ein, für sich Antworten zu finden. Sie zeigen Ihnen, wer Sie sind. Wenn sie gar von der Liebe zu Christus geprägt sind, dürfen Sie sich glücklich schätzen!