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Glaube im Alltag
Fastenzeit

Viele wollen jetzt ihren Winterspeck loswerden. Fasten ist angesagt. Scheinbar geht das doch nicht so einfach. Abnehmen in wenigen Tagen, und das ohne Diät! Pillen, Säfte – dass es da immer neue Methoden braucht, zeigt, dass das offenbar nicht so richtig funktioniert.

Sonst müssten wir ein gertenschlankes Volk sein. Es gibt nur eine Methode, um wirklich abnehmen zu können und die heißt: Verzicht.

Verzicht klingt unangenehm. Auf Selbstverständliches zu verzichten ist leichter gesagt als getan. Deswegen empfinden wohl so viele die beginnende Fastenzeit als lästig und negativ. Am liebsten streicht man sie aus dem Kalender. Aber Vorsicht: Damit entfernt man auch viele positive Erfahrungen! Allein die Erkenntnis, nicht alles haben zu müssen, befreit enorm. Es bedeutet mehr, als gegen den Zeitgeist zu stehen, es lässt uns deutlich spüren, wie schnell und intensiv andere über unsere Vorstellungen verfügen.

Entlastender wäre, wenn wir die Fastenzeit mit ihren vielen Chancen für unser ganzes Menschsein sehen würden. Christen verstehen diese Zeit als geistliche Vorbereitung aufs Osterfest. Weniger Essen, weniger Hektik – mehr Zeit für sich, die Mitmenschen und für Gott. So dient die Fastenzeit dem Menschsein langfristig mehr als oft nur der kurz andauernde Erfolg des verlorenen Winterspecks.