1. Meinung

Kolumne Glaube im Alltag: Gemeinsam statt einsam

Kolumne Glaube im Alltag : Gemeinsam statt einsam

Tief in jedem Menschen steckt die Sehnsucht nach Beziehung und Verbindung, nach Gespräch und Gemeinschaft, nach Vertrauen und Verstehen. Darum ist keine Wunde so schmerzlich wie die Einsamkeit. Jeder von uns kennt das.

Im Lexikon schlage ich den Begriff „Partner“ nach und entdecke dabei zwei Bedeutungen: Mitspieler und Teilhaber.  Bei vielen Spielen braucht man einen Partner. Zum Tennis- oder Schachspiel, zum Federball oder Boxen. Für andere Spiele sind mehrere Mitspieler nötig, damit es reizvoll, spannend und sinnvoll zugeht. Partner im Sinne von Mitspielern werden wir (hoffentlich) immer finden.

Aber wie ist es mit Teilhabern? Wer nimmt einen Teil meines Lebens als seinen eigenen und gibt mir einen Teil seines Lebens als meinen? Wo findet eine solche Teilhabe am Leben tatsächlich statt? Erwarten wir am Ende zu viel, wenn wir uns das von anderen wünschen?

Wer wird sich aufrichtig und neidlos mit uns freuen? Wer sieht mit meinen Augen, fühlt mit meinem Herzen, geht in meinen Schuhen und versteht meine Gedanken? Jede gute Partnerschaft ist ein Versuch der Teilhabe. Aber darin sind wir sehr begrenzt. Denn wir können in den letzten und tiefsten Lebenssituationen nicht an die Stelle des anderen treten. Doch, es gibt jemanden!

Das bleibt nur einem möglich, dem besten und wirklichen Teilhaber meines Lebens. Er ist der beste Partner und teilt alles mit mir. Geboren werden und leben, lieben und leiden, lachen und weinen, sterben und das Vor-Gott-Stehen. Er nimmt mein Leben als seines und gibt mir sein Leben ganz zu eigen. Das ist das Wunder der göttlichen Liebe in Jesus und das einzige Heilmittel gegen die Wunde der Einsamkeit.

Googeln sie doch mal das Lied „Welch ein Freund ist unser Jesus.“ Es ist wahr, ich habe es selbst erlebt. Er ist mein bester Freund und zugleich mein Herr für immer.