1. Meinung

Glaube im Alltag: Gottes tröstendes Zeichen

Glaube im Alltag : Gottes tröstendes Zeichen

Noch scheint die herbstliche Sonne und beschert uns angenehme Stunden im Garten oder bei einem Spaziergang. Doch dunkle Wolken schweben über uns; sie künden von anderen Zeiten. So ist es angebracht, jede freie Minute zu nutzen, um Licht und Wärme zu tanken, sie bis in unser tiefstes Inneres aufzunehmen.

Und dann immer wieder an diese wohltuende Wärme zu erinnern, wenn wir dunkle Zeiten durchleben. In unserem Leben geschieht dies oft überraschend: ein Unfall, eine Krankheit, die Trennung von einem geliebten Menschen durch Tod, Verlust des Arbeitsplatzes. Und nun die Zeit der Pandemie, deren Ende nur erahnt werden kann. Wenn die Natur sich mit dicken Regentropfen über das Land ergießt, schafft es die Sonne immer wieder ihre hellen Strahlen über unsere Welt auszubreiten. Ihr Licht spiegelt sich dann in den Wassertropfen und zu unserer Erbauung erstrahlt oft ein bunter Regenbogen und überspannt den Himmel. Er erinnert uns daran, was Gott uns einst versprochen hat: „Das ist das Zeichen des Bundes. Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ Mit jedem Regenbogen schickt Gott uns ein tröstendes Zeichen für seine Liebe und Treue. Die Farbenpracht erfreut unser Herz, wir können uns im Vertrauen auf Gottes Versprechen im Leben sicher und geborgen fühlen. An dieses Versprechen sollten wir uns gerade heute am Reformationstag in der evangelischen Kirche, morgen an Allerheiligen in der katholischen Kirche und in nächster Zeit erinnern. Daraus können wir Kraft und Zuversicht aufnehmen, getröstet unseren Lebensweg weitergehen und fest daran glauben, dass es ein Leben mit und nach der Pandemie geben wird. Wir sind nicht allein, sondern werden beschützt, denn unser Gott ist immer bei uns „alle Tage, bis ans Ende der Welt und in alle Ewigkeit“.