1. Meinung

Glaube im Alltag Hilde Telkes

Glaube im Alltag : Ein guter Plan

Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Ein  Zitat von John Lennon. Pläne! Es ist wichtig und richtig, nicht planlos vorzugehen. Wenn ich etwas Wichtiges und Kompliziertes machen möchte, sollte ich mir vorher Gedanken machen wie ich es angehen möchte.

So habe ich es gelernt.  Ein guter Plan ist schon  die halbe Arbeit.

Aber das mit den Plänen hat auch noch eine andere Seite: dass ich eben nicht alles planen kann im Leben. Und dass selbst meine schönsten und besten Pläne über den Haufen geworfen werden können. Dieses Corona-Jahr hat mir das überdeutlich gemacht, ja, mich gelehrt, zwar schon noch Pläne zu machen, aber immer im Bewusstsein, dass ihre Ausführung durch die Pandemie verhindert oder  mindestens schwieriger werden wird. Dass es eben anders kommt als geplant.

Eigentlich müsste ich darin ganz gut sein. Denn selbst vor Corona habe ich mein Leben und damit auch meine Pläne meistens unter den sogenannten „jakobitischen Vorbehalt“ gestellt, der da lautet: „So Gott will“. Ein Vorbehalt, der mich beruhigt. Weil er sagt: Ich kann planen, machen, ackern und tun, es gibt noch jemanden, der mir dabei hilft, mich stärkt oder auch manchmal bremst. Oder vielleicht sogar ganz anderes mit mir vorhat. Das lockert mich, wenn ich mal zu verbissen an meinen Plänen hänge. Weil es mir die Perspektive  weitet. Denn  wenn  Gott im Spiel ist, dann ist der Rahmen ganz weit gesteckt. Von meiner Geburt bis zu meinem Tod. Und in dieser  weiten Spanne, meiner Lebensspanne, da werden vermeintlich große Dinge auf einmal klein. Wenn Gott im Spiel ist, ist all mein Tun und mein Sein eingebettet in seinen „Großen Plan“. Und ich werde versuchen bei all dem, was ich darin noch tun kann, mein Bestes zu tun …

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende … bleiben Sie gesund ...