1. Meinung

Glaube im Alltag: Licht - Blicke

Glaube im Alltag : Licht - Blicke

Bei uns zu Hause steht immer eine Kerze auf dem Tisch. Wir zünden sie zu den Mahlzeiten und besonderen Anlässen an. Dieses Zeichen hat für uns eine tiefere Bedeutung. Das gilt auch für die vier Kerzen am Adventskranz in der am Sonntag beginnenden Adventszeit.

Diese Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten war für viele geprägt von Vorfreude, aber auch von Stress beim Geschenke kaufen, Fahrten zum Weihnachtsmarkt, Konzerte, Weihnachtsfeiern. Dieses Jahr sieht das unter den Corona-Einschränkungen ganz anders aus. Der Wunsch nach mehr Ruhe und Zeit zur Besinnung scheint erfüllbarer. Vielleicht bekommen wir wieder mehr den Blick für das Wesentliche. Wir brauchen Licht-Blicke in den Dunkelheiten unseres Lebens, in Ängsten und Sorgen. Das könnte ein unerwarteter Anruf von einem Menschen sein, der einem zuhört und sich Zeit nimmt. Oder jemand bekommt einen Brief, der ihm Mut macht und die Verbundenheit mit dem anderen zeigt. Mit einem Geschenk, das ich vorbei bringe, kann ich anderen eine Freude bereiten. Wenn wir ein bestelltes Essen im Restaurant abholen, unterstützen wir von Corona betroffene Gastronomen. All diese Licht-Blicke sind Zeichen der Hoffnung. Das kann auch eine Kerze sein, die ich für jemanden anzünde, der krank oder in Not ist. Die vier Kerzen am Adventskranz sind ein Hinweis auf das Licht, das Gott in Jesus Christus in unsere Welt gebracht hat. Dieses Licht kann uns in den Dunkelheiten unserer Sorgen, bei Einsamkeit und Ängsten zeigen, dass Gott bei uns ist. Er will uns Wärme und Hoffnung schenken, wo wir an unsere Grenzen stoßen. Das gilt besonders in dieser Corona–Adventszeit. Wenn wir uns für Gott und die Mitmenschen öffnen, dann kann auch dieses Jahr Weihnachten werden. Jeder kann Licht-Blicke geschenkt bekommen und anderen schenken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit.