1. Meinung

Glaube im Alltag von Markus Leineweber zur Heilung der Kranken

Glaube im Alltag : Zum Evangelium: „Heilt die Kranken…“

Und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe!“ So steht es im Sonntagsevangelium. Jesus schickt Menschen hinaus, seine Botschaft vom Reich Gottes in die Welt zu tragen.

Jesus verknüpft dies mit dem konkreten Auftrag, Kranke zu heilen. Die Heilung von Kranken als Vorzeichen und Hinweis auf das Reich Gottes. Es ist dies der Grund, warum sich insbesondere Christinnen und Christen immer wieder dem Dienst am Kranken gewidmet und damit dazu beigetragen haben, dass wir schon in dieser Welt eine Idee davon bekommen, was Reich Gottes heißt. Der Dienst am Kranken gehört somit zum Wesen des christlichen Glaubens und zum „Kerngeschäft“ der christlichen Kirchen. Und bis heute lassen sich Menschen auch aufgrund ihrer christlichen Überzeugung zu diesem Dienst motivieren. Sie tragen dazu bei, dass eine Kernaufgabe der Kirche erfüllt wird und Orte des Heilens auch Orte von Kirche sind. Ein Rückzug aus diesem Bereich kann daher für die Kirche nie infrage kommen – gleich wie schwierig die Rahmenbedingungen für den Dienst am Kranken werden. Gerade hier gilt es anzusetzen: Der Dienst am Kranken vollzieht sich nicht nur am Krankenbett, sondern auch dort, wo Menschen in Politik, Verbänden und Gesellschaft für bessere Rahmenbedingungen kämpfen und das Bewusstsein für die Situation im Gesundheitswesen schärfen. Auch hier vollzieht sich der Auftrag Jesu, Kranke zu heilen; auch hier tragen Menschen, trägt Kirche wesentlich mit dazu bei, dass das Reich Gottes auf Erden erfahrbar wird.