1. Meinung

Glaube im Alltag: Zuversicht und Gottvertrauen

Glaube im Alltag : Zuversicht und Gottvertrauen

Gerade in dieser Zeit mit diesem nicht sichtbaren Virus merken wir Menschen, dass das Leben lebensgefährlich ist. Einmal mehr bekommen wir das als ganze Gesellschaft, länderübergreifend, ja weltumspannend vor Augen gehalten.

Darauf reagieren wir mal ängstlich, verzweifelt, mal ruhig, gelassen, mutig und hoffnungsvoll.

Als Christin erinnert mich das an Jesus und seine Botschaft. In der Bibel erzählen die Frauen und Männer um Jesus, wie er am Abend vor seinem Tod ihnen seine Botschaft ein letztes Mal verdeutlicht: Er wäscht ihnen die Füße, und er teilt mit ihnen Brot und Wein und bittet sie, dies immer wieder zusammen zu tun.

Für mich wird hier das Wesentliche zusammengefasst, wie wir zusammenleben und Lebenskrisen miteinander durchstehen können: „einander achten“ und „miteinander teilen“.
„Einander achten“ und „miteinander teilen“ – in dieser Lebenskrise könnte zwischenmenschlich heißen: Zeit miteinander teilen, einander zuhören, Fragen zulassen, einander verstehen lernen, Ängste miteinander aushalten, einander Vertrauen schenken, gemeinsam Wege ausloten bei existenziellen Sorgen und Nöten, einander Zuversicht schenken, miteinander lachen, Freude teilen.

Einmal mehr sehe ich uns herausgefordert, in unserer Gesellschaft, länderübergreifend, ja weltumspannend, religionsverbindend unterwegs zu sein und solidarisch zu leben und zu handeln zusammen mit den Schwächsten, den Ärmsten, den zwischen den Ländergrenzen gestrandeten Geflüchteten.

Das Leben stellt uns immer wieder vor unerwartete Herausforderungen. Uns allen wünsche ich, sie gemeinsam zu bestehen und unser bedrohtes Leben solidarisch zu leben in Hoffnung, mit Zuversicht und im Vertrauen auf Gott an unserer Seite, daran glaubend: … in das Ungewisse deiner Zukunft, in den Segen deines Helfens, in das Elend deiner Ohnmacht, in all dein Sein, in dein Fühlen und Denken lege ich meine Zusage: Ich bin da (aus dem Lied: „In das Dunkel“ von Paul Weismantel und Barbara Kolberg 2007).