1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag

Zu Beginn des neuen Jahres sind mir folgende Gedanken gekommen: Wie schnell ist ein altes Jahr Vergangenheit und ein neues Jahr fängt an - auch die Jahre scheinen vorbei zu fliegen, das wird uns gerade zu Beginn eines neuen Jahres bewusst. Gerade jetzt in der ruhigen Jahreszeit ist es sinnvoll, innezuhalten und sich bewusst zu machen, was es eigentlich an positiven Augenblicken und Erfahrungen gab, um sie gewissermaßen festzuhalten, damit diese nicht mit der flüchtigen Zeit vergehen und in Vergessenheit geraten.

Dann werden wir feststellen, dass wir nicht mit leeren Händen vor unserem Herrn stehen, dass es Zeiten gab, wo wir spüren konnten, der Herr begleitet uns, er ist bei uns. Wir sind gewohnt, unser Leben zu ordnen, und darum teilen wir gerne unsere Zeit ein. Aber es gibt oft Situationen, wo wir merken, sie reicht oft hinten und vorne nicht. Wie oft schlagen wir etwas ab mit der Bemerkung: "Tut mir leid, aber ich habe keine Zeit". Wie tröstlich könnte es sein, unsere Zeit in Gottes Hand zu geben, sich fallen zu lassen in seine Zeit, mit allen Termine, aller Arbeit, mit den Sorgen, Enttäuschungen und Krankheiten, mit Schuld und Verstrickung, mit Einsamkeit und Traurigkeit und Versagen. Wie ruhig könnte uns das machen und welche Kraft könnte von dieser Gelassenheit ausgehen. Ich lade alle, die diese Zeilen lesen, ein, zuversichtlich in das angebrochene vor uns liegende neue Jahr hineinzublicken, es ist von ihm geschenkte Zeit, in keinem Augenblick sind wir von ihm vergessen, in seinen guten Händen sind wir geborgen und sagen getrost - "Komme, was das kommen mag ..." Edwin Prim, Pfarrer, Schleidweiler