1. Meinung

Glaube im Alltag

Kirche : Was kann das denn?

Ein neues Smartphone kommt auf den Markt, ein neuer kabelloser Staubsauger wird beworben, ein Bluetooth-Lautsprecher ist im Angebot und alle fragen sich: Was kann das denn? Ich glaube, das Ding kann nix!

Überhaupt nix! Wenn jemand was kann, dann die Menschen, die das Gerät geplant und entwickelt, gebaut, verpackt und verkauft haben. Die können was! Und dann kommt der Mensch ins Spiel, der das Gerät gekauft hat, der es bedient, der Apps auf sein Smartphone lädt und sie benutzt, der den Staubsauger durch die Wohnung fährt und den Bluetooth-Lautsprecher mit dem Smartphone verbindet. Auch die können was! Das Ding selber kann nichts. Das Smartphone würde alleine in der Ecke liegen, der Staubsauger in der Ladestation hängen und der Lautsprecher bliebe stumm. Wären da nicht die Menschen, die dafür sorgen, dass die Dinge benutzt werden, dass die Geräte einen Nutzen haben. Für mich ist das mit Gott so ähnlich und doch ganz anders. Auch er braucht die Menschen, aber er wirkt durch die Menschen! Menschen, die sich von seiner Stimme leiten lassen, die sich Jesus zum Vorbild nehmen, die angetrieben von ihrem Glauben Gutes tun. Menschen, die sich engagieren, die sich um Andere kümmern. Menschen, die über ihr eigenes Leben und ihre eigenen Bedürfnisse hinausschauen. Menschen, die Fremde in ihrer Mitte willkommen heißen, Kranke pflegen und Hungernde speisen. Die Frierende wärmen und Trauernde trösten. Es muss nicht immer die große aufsehenerregende Tat sein. Jede kleine gute Tat hilft. Und wenn viele Menschen kleine gute Taten vollbringen, dann wird die Welt zu einem besseren Ort. Für jeden Einzelnen von uns, für uns alle. Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung hat uns aufgefordert: „Verlasst die Welt ein bisschen besser, als ihr sie vorgefunden habt!“. Das passt. Geräte alleine können nichts, Menschen zusammen können alles bewirken. Fangen wir heute damit an. Und bitten wir Gott, uns dabei zu helfen.