1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag : Ein Goldschatz im Himmel

Manche Menschen verstecken einen Schatz. Manche leben mit einem zusammen. Anderen fällt irgendwann etwas vor die Füße, das sie fortan wie einen Schatz hüten. Wieder andere reden von einem Schatz im Himmel.

Und es braucht nicht viele Worte, manchmal vielleicht ja nur zwei, wie zum Beispiel  „Mein Goldschatz!“

Das kürzeste Gleichnis Jesu handelt von einem Schatz. Und die sogenannten Gleichnisse sagen ja nicht: „Der Himmel ist wie … !“ Es ist eine eher dynamische Angelegenheit. „Mit dem Himmel verhält es sich wie mit …“, müsste man übersetzen.

So sagt Jesus: „Mit dem Himmel verhält es sich wie mit … einem Schatz – einem Schatz, der im Acker verborgen ist und den ein Mensch findet und ihn wieder eingräbt und in seiner Freude über den Schatz alles, einfach alles verkauft, was er besitzt und dann den Acker – mit dem Schatz darin – kauft.“ (Mt 13, 44)

Ja, so ist das mit dem Himmel! Leider ist er noch nicht komplett auf Erden angekommen. Er ist auch nicht immer einfach zu erkennen. Christen verknüpfen ihn mit der Beziehung zu Jesus! Und wer hineinkommt, entscheidet – Gott sei Dank – genau der! Da ist Bewegung! Da ist Begegnung! Da ist was los!

Wer Schätze hebt, muss – in Abwandlung eines Zitats des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler — mutig, offen und notfalls unbequem sein. Wer sich nach einem Blick durchs himmlische Schlüsselloch sehnt, sollte mitten im Alltag damit rechnen. Und wer eine Hoffnung auf den Himmel in sich trägt, tut gut daran, Jesus beim Wort zu nehmen. Er hat seinen allerbesten Freunden beim Abschied gesagt: „Ich gehe jetzt, um Wohnungen im Himmel für Euch zu zimmern.“ Gut, „zimmern“ hat er so nicht gesagt. Aber der kann das bestimmt! Der war doch Zimmermann!

Einen gesegneten und himmlischen Sonntag wünscht Ihnen

Ihr Guido Kohlenberg