1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag : Wenn einfach nix wie bisher ist

„Nix wie bisher“ – das Lied von BAP geht mir durch den Kopf. Im unfassbaren Hochwasser haben Viele von jetzt auf gleich alles verloren. Mir steckt der Schreck noch in den Knochen und die Ohnmacht vor der Naturgewalt ließ mich erstarren.


„Nix wie bisher“ – beschreibt die unbeschreibliche Situation, die durch die Flut entstanden ist. Und doch waren mitten in der Katastrophe die da, die oft im Hintergrund bleiben: die Helfer*innen der Freiwilligen Feuerwehr, der Hilfsdienste (DRK, Malteser, Johanniter), des THW und die Vielen, die einfach angepackt und spontan ihre Hilfe angeboten haben im Angesicht der Not. Das war besonders und dafür kann nicht genug Danke gesagt werden.
„Nix wie bisher“ – da ist die Leere und Fassungslosigkeit im Angesicht des Leids. Da sind die Namen all der Menschen, denen die Wassermassen das Leben geraubt haben. Da sind das Gebet, das stille Mitgefühl und die Anteilnahme mit allen Betroffenen und Verletzten und die tiefe Trauer um die Toten.
„Nix wie bisher“ – die Aufräumarbeiten laufen in den Orten und das wirkliche Ausmaß der Zerstörung wird immer deutlicher. Und doch entsteht zwischen der Resignation und Verzweiflung angesichts der Trümmer in der Hilfsbereitschaft untereinander ein wenig neuer Mut, sich nicht unterkriegen zu lassen und trotz allem wieder anzufangen. Mir gibt Jesu Wort den Halt, den ich brauche: „Ich bin bei euch alle Tage!“ So eine Hoffnung und Zuversicht wünsche ich allen.