1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag

Es ist wieder Sternenzeit. Überall leuchten Sterne in Fenstern, auf Balkonen und natürlich auf dem Weihnachtsmarkt.

Zugegeben, manche flackernde und blinkende Fenster- oder Hausdekoration verbreitet mehr Hektik als Ruhe. Aber meistens schaue ich doch gerne hin, wie die Leute ihre Fenster weihnachtlich dekorieren. Es ist eine Freude. Diese "Sternenzeit" macht Sinn, gerade jetzt im Advent. Stehen die vielen kleinen und großen Sterne, die mit Kerzenschein und die mit Elek trobeleuchtung doch alle im Dienst der Hoffnung und der Sehnsucht nach dem Besseren - was auch immer das in diesen Tagen für einen jeden bedeuten mag. Die adventlichen Sterne erinnern an den einen Stern, den wir aus der Weihnachtsgeschichte kennen. Über dem Stall von Bethlehem soll er gestanden haben und den Leuten angezeigt haben: Hier findet ihr den Gottessohn. Hier löst Gott sein Versprechen ein: "In bin bei euch Menschen. Als einer von euch." Der Stern: ein Zeichen, das damals viele verstanden haben - die einfachen Hirten und die gescheiten Sterndeuter. Wenn heute die beleuchteten Sterne in der Dunkelheit hell strahlen, dann fallen sie auf, heben sich ab von der Finsternis und verbreiten Wohlsein. Und im Hintergrund klingt die alte Bedeutung mit. Und selbst, wenn wir das alles gar nicht bedenken, wenn wir einen Stern irgendwo hindekorieren: Der Stern zeigt, dass uns einer Gutes will. Der Stern drückt unsere Sehnsucht danach aus. Friede und Heil. Auf dem Weihnachtsmarkt, in der Hochhauswohnung oder im Stationszimmer des Krankenhauses. Da, wo wir Menschen eben sind und uns freuen über den Schimmer des Wohlwollens, der von adventlichen Sternen ausgeht. Sie sind mehr als nur Dekoration. Lassen Sie sich doch mal ganz bewusst vom Schein eines schönen Sterns ansprechen. Wonach sehnen Sie sich in diesem Advent? Stefan Dumont ist Pastor in Trier.