1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag : Kleine, erste Schritte wären möglich

Jeder, der mich kennt weiß, an Fastnacht bin ich „närrisch“ unterwegs. Doch leider – die Session ist abgesagt. Und so befasse ich mich mit der anderen Sache, die mich umtreibt … dem Auftrag von Papst Franziskus und seiner Frage an die Weltkirche und damit auch an mich: Wie kann Kirche lebendiger werden?

Hmmm … ich beschließe die Frage weiterzugeben. An Jugendliche, an Erwachsene und ältere Menschen. Seit Wochen tue ich das nun und höre zu. Hier einige, auch unerwartete, Antworten.

„Lebendige Kirche, tut mir leid, ich sehe nur alte Frauen und störrische Männer.“ „Ich schätze die Kirche, ihr soziales Tun und Handeln.“ Gottesdienste besuche ich bei Bedarf, für mehr reicht meine Zeit nicht.“ „Wir beten in der Familie täglich zusammen.“ „Damit habe ich abgeschlossen, Kirche nimmt ihre eigene Botschaft von Versöhnung und Wahrheit nicht ernst.“ „Nur wer sich bewegt, bleibt lebendig – das tut Kirche nicht.“ „Als Frau vermisse ich, dass meine Anliegen und Sorgen ernst genommen werden.“ „Was ist mit lebendig gemeint? Viele Menschen wirbeln herum oder wenige Menschen leben die Botschaft Jesu intensiv?“ “Weltkirche? ich sehe nicht, dass die Fragen zum Klimawandel, zur Sexualmoral … in anderen Kontinenten zufriedenstellend beantwortet werden.“

Spannend! Nicht für alles gibt es Lösungen, aber kleine, erste Schritte wären möglich. Christlich leben bedeutet doch, sich im Alltag in Gottes Hand zu geben, im Umgang miteinander liebevoll zu sein, sich gegenseitig zu helfen, mutig zu handeln, die Freiheit des anderen zu akzeptieren und darauf zu achten, dass unsere Kinder noch in einer lebenswerten Welt leben können … Sehr viel Lebendigkeit für mich. Die Botschaft stimmt, nur bei der Umsetzung hapert es. Beim Machtapparat und den Schäfchen.