1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag : Der liebe Gott und unser Verstand

Uff…ich sitze auf meiner Terrasse und bade meine Füße in kühlem Wasser. Wir haben 36 Grad Außentemperatur, gefühlt über 40 Grad. Ich hätte gerne im Garten gearbeitet, mähen oder so, aber dafür ist es einfach zu warm.

Mit Rasenmähen würde ich wahrscheinlich sowieso dem Rasen nichts Gutes tun…von Regen ist weit und breit nichts in Sicht, auch nicht in der nächsten Woche. Und dieses Wetter soll wohl laut Wetterbericht jetzt länger anhalten…

Ich unterhalte mich mit einem Bekannten über den Klimawandel und welchen Anteil die Menschheit daran hat. Er meint nur, dass alles nur Gedöhns ist und dass es vor 50 Jahren auch schon Dürrezeiten gegeben hätte. Er sagt: „Ich bleibe da ganz entspannt. Ich vertraue auf Gott…der wird es schon richten.“

Laut Weltklimabericht nimmt der Klimawandel jetzt schon Einfluss auf Dürren, Hitzewellen, Brände, Unwetter und Überschwemmungen. Schon jetzt wirkt die Erderwärmung spürbar auf uns ein, in Extremwetter, Hitze-Rekorden oder Wassermangel. Jeder dritte Mensch wird von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sein. Dabei war es nie Gottes Absicht, dass Menschen leiden. Die Geschichte des Paradieses am Anfang und der Ausblick am Ende der Bibel zeigen uns die Welt, wie Gott sie ursprünglich geplant hat: kein Leid, keine Schmerzen, keine Tränen, kein Sterben.

Gott gibt uns die Freiheit, selbst zu entscheiden. Gott hat den Menschen nicht als Marionette geschaffen, sondern als Gegenüber mit Verstand. Er hat uns Maßstäbe, ähnlich wie Naturgesetze, für optimale Lebensqualität gegeben, die man ernst nehmen kann oder auch nicht. Wenn ich sie ignoriere, kommt es zu einem Ungleichgewicht – die dunkle Seite der menschlichen Freiheit. Das, was wir gerade erleben, ist nicht Gottes Tun, sondern unser eigenes. Wenn jede und jeder einzelne beginnt, den Lebensstil ein bisschen umweltverträglicher zu gestalten, kann schon viel erreicht werden.

Es geht um den Respekt vor der Schöpfung. Es geht um unsere Kinder und Enkel. Klingt kitschig, ich weiß. Wir kommen nicht drumherum, den uns von Gott gegebenen Verstand zu benutzen, hinzuschauen und uns damit auseinanderzusetzen - ohne dabei vor Angst zu erstarren. Und das am besten schon heute.