1. Meinung

Glaube im Alltag: Helden im Alltag

Glaube im Alltag : Helden im Alltag

Die laute Sirene hören wir, den Pieper, der die Menschen der freiwilligen Feuerwehr informiert, nicht. Während wir uns die Frage stellen, was denn wohl passiert ist, kommt für die ehrenamtlich Helfenden mit jedem Signal das Einsatzstichwort.

„Keller unter Wasser, Autounfall, Hangrutsch, Menschenrettung,  Hochwasserschutz, Flächenbrand“ und so weiter.

Jeder Einsatz muss wohlüberlegt, geplant und koordiniert sein. Es geht um viel. Falsche Routine wäre fehl am Platz.

All diese Einsätze, die Vorbereitung darauf, sowie die wichtigen Fortbildungen kosten private Zeit und Energie. Nicht selten sind die Helfenden starkem Stress und einer großen psychischen Belastung ausgesetzt. Sie sind dabei, weil Familienangehörige oder Freunde sie inspiriert haben oder weil eine Herausforderung sie dazu bewegt hat. Es ist ihre Berufung, und es macht ihnen Freude eine Verantwortung zu übernehmen, die nicht zu ihrer direkten familiären oder beruflichen Pflicht zählt.

Dabei geht es weniger um ihre persönliche Anerkennung als darum, der Allgemeinheit einen Dienst zu tun. Ich finde, jede Berufung ist wichtig, jedes ehrenamtliche Handeln verdient Anerkennung und Respekt. Und wenn möglich auch ein Dankeschön! Denn sie ist bedeutsam für diejenigen, denen geholfen wird. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Nachhilfeunterricht, Kinderbetreuung, den Besuch von alleinstehenden oder kranken Menschen handelt … oder eben um die Feuerwehr. In der Bibel habe ich viele ähnliche Geschichten gefunden. Es lohnt sich zu suchen. Alle erzählen davon, wie Menschen ihre Begabungen erkennen, ihre Berufung ernstnehmen und leben. Diese Bibelgeschichten, aber auch die Helden unseres Alltags, laden dazu ein, über die eigene Begabung nachzudenken. Sie ermutigen uns zum Engagement, was es auch sein kann, wie klein und groß es auch sein mag.