Glaube im Alltag : Lichtblicke!

Glaube im Alltag : Lichtblicke!

Die kirchliche Weihnachtszeit ging bereits am 13. Januar dieses Jahres zu Ende.

Für viele Christen dauert die Weihnachtszeit noch bis zum 2. Februar, Mariä Lichtmess oder Fest der Darstellung des Herrn.

Von der Kerzenweihe und Lichterprozession her stammt in vielen europäischen Ländern die dazugehörige Sprachbezeichnung: Candlemas, Candelore, Chandeleur.

Wenn an diesem Februartag der Christbaum und das Krippchen entfernt wird, denken manche auch an das früher gereichte Keksgebäck, die Crepes; im Rheinland hießen  diese Pfannkuchen, abgeleitet von der französischen Vokabel her, Kreppchen.

Nach dem Lichtmesstag begann in früheren Zeiten nun die Feldarbeit; die Weihnachtszeit war offiziell zu Ende und für die Handwerker hörte die Arbeit bei Kunstlicht auf, die am Michaelstag (29. September ) begonnen hatte. Als das „wahre Licht“ wird aber Gott bezeichnet, da er die Welt mit seinem Glanz hell macht. Jesus wird gepriesen als das „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“.

Für mich ist bei der Lichtfülle an diesem Lichtmesstag mein ehemaliger Polizeikollege vom K 314 in München, Carlos Benede, das Licht in der heutigen Welt, das diese vom Unheil umgebene Welt hellmacht. Carlos, der bei den Nonnen der Dillinger Franziskanerinnen in Kalzhofen als Waise aufwuchs, hat selbst zwei Kindern Heimat und Familie gegeben, nachdem diese durch Gewaltverbrechen zu Waisen wurden. Heute leitet Carlos in Dachau das Haus „Weitblick“. Er ermöglicht 20 Jugendlichen einen Start in ein selbstbewusstes Berufs- und Arbeitsleben.

Mehr von Volksfreund