1. Meinung

Manfred Walter zum vierten Fastensonntag

Religion : Hoffnungszeichen

Die Folgen der Flutkatastrophe, der weitere Umgang mit der Corona-Pandemie und jetzt der Ukraine-Krieg machen vielen Menschen große Sorgen. Wie wird es weitergehen und kann es gute Lösungen geben?

  Negative Nachrichten können Angst machen, verunsichern und psychisch belasten. Im Gegensatz dazu steht die Botschaft des vierten Fastensonntags, des Sonntags Laetare, das heißt Freue Dich! Er lenkt unseren Blick auf Ostern. Wie sollen wir uns aber freuen, wenn es so viele Probleme und Sorgen gibt?

Vielleicht hilft es, mal den Blickwinkel zu verändern. Wenn ich morgens die Vögel zwitschern höre und in unserem Vorgarten die blühenden Krokusse und Narzissen entdecke, dann kann ich mich daran erfreuen. In den Nachrichten wurde und wird immer wieder von Hilfsaktionen berichtet. Bei Kundgebungen und Friedensgebeten setzen viele Menschen ein Zeichen der Anteilnahme und Solidarität. Sie wollen sich nicht mit den großen Problemen abfinden und resignieren. Nein, sie suchen nach Möglichkeiten, diesen Positives entgegenzusetzen.

So hoffte im Evangelium der gute Vater mit langem Atem auf die Rückkehr seines Sohnes und lief ihm entgegen, als er ihn kommen sah. Der verlorene Sohn kam nach seinem lotterhaften Leben zurück und hoffte wenigstens als Knecht bei seinem Vater arbeiten zu können. Die positive Überraschung ist für ihn, dass sein Vater aus Freude ein Fest für ihn veranstaltet. So groß ist die Liebe des Vaters, mit dem Jesus Gott meint. Ihm können wir vertrauen.

Vielleicht haben wir auch schon solche positiven Überraschungen erlebt oder für andere geplant. Das könnte ein unerwarteter Brief oder Besuch sein, ein Angebot zu helfen, eine Einladung oder Entschuldigung, ein Geschenk, alles Hoffnungszeichen. „Freue Dich“, so heißt es am heutigen Sonntag. Wir haben allen Grund dazu, weil Gott uns in Jesus gerade in diesen schweren Zeiten nahe ist. Er will uns von allem Bösen erlösen. So groß ist seine Liebe. Durch Jesus will er uns Hoffnung auf neues Leben und Frieden geben.