1. Meinung

Monika Hartmann geht in Rente und nimmt Abschied

Kirche : Dank und Abschied

Liebe Leser und Leserinnen! Es ist jetzt an der Zeit, Danke zu sagen und mich von Ihnen zu verabschieden. Eine neue Lebensphase, meine Rentenzeit beginnt. Danken möchte ich Ihnen, den treuen Lesern und Leserinnen meiner Beiträge über viele Jahre hinweg.

Ich durfte Wegbegleiterin und -gefährtin für Sie sein. Es war ein Geben und Nehmen, aber auch ein Teilen von Lebens- und Glaubenserfahrungen, die mich privat, persönlich und beruflich sehr bereichert haben. Ihre Rückmeldungen habe ich geschätzt.

Doch nun heißt es: Loslassen, mich zu verabschieden von liebgewonnen Traditionen und Gewohnheiten, von Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, mich zu trennen von Beziehungen, um Platz zu schaffen für das Neue in meinem Leben.

In der Vorbereitung auf meine Rente ist mir ein Bibelvers aus dem Buch des Predigers Kohelet immer wichtiger geworden: „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“.

Zwischen Himmel und Erde geschehen viele Dinge. Dinge zwischen Gott und dem Menschen, also auch zwischen mir und Gott. Viel ist in meinem privaten und beruflichen Leben passiert. Es gab Stunden der Freude und der Trauer, des sich Verabschiedens und Loslassens und des immer wieder Neuanfangs. In dieser Zeit habe ich meistens das Vertrauen gehabt, dass da noch einer ist, der mich durch mein Leben hindurch trägt und begleitet. Für mich ist es der liebende aber auch der herausfordernde Gott. Dafür bin ich ihm sehr dankbar und vertraue weiter auf seine Hilfe und Unterstützung, auch für die noch vor mir liegende Lebenszeit, in der ich nicht weiß, was noch kommen wird. Doch eins ist gewiss: Gott wird mich stets begleiten und an meiner Seite sein. Auf ihn vertraue ich. Das lehrt mich meine Erfahrung und mein Glaube.

In diesem Vertrauen sage ich nun Auf Wiedersehen und freue mich auf das Neue in meinem Leben.

Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund, besonders jetzt in der Pandemie!